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Pressearchiv aus dem Ev.-luth. Kirchenkreisverband Osnabrück-Stadt und -Land

Superintendent Meyer-ten Thoren neu bei der DiakonieStiftung Osnabrücker Land

Kuratorium wieder komplett

Zur ersten Sitzung nach der Sommerpause am 18. September 2019 kann das Kuratorium der DiakonieStiftung Osnabrücker Land ein neues Mitglied begrüßen. Superintendent Hannes Meyer-ten Thoren aus Melle arbeitet in Zukunft als Vertreter des Kirchenkreisverbandes Osnabrück-Stadt und –Land in der Stiftung mit. Der Vorsitzende Heiko Grube vom Diakonischen Werk und die stellvertretende Vorsitzenden Jutta Olbricht, vom Kirchenkreistag Melle in das Gremium entsandt, freuen sich über die Verstärkung: „Die Zusammenarbeit der Stiftung mit den Kirchengemeinden im Osnabrücker Land wird durch das Mitwirken von Herrn Superintendent Meyer-ten Thoren noch mehr Schwung aufnehmen. Wir freuen uns sehr auf sein Kommen und sind gespannt auf seine Ideen zur Weiterentwicklung der Stiftungsarbeit.“ Dem Kuratorium gehören außerdem an Timo Natemeyer, Bürgermeister aus Bad Essen, Kreisrat Matthias Selle, Heidrun Bowenkamp, Kreissparkasse Melle, und Pastorin i. R. Doris Schmidtke, Osnabrück. Die selbständige DiakonieStiftung Osnabrücker Land ist 2013 durch Zusammenlegung der Evangelischen Diakoniestiftung Georgsmarienhütte und der Diakonie-Stiftung Melle entstanden.

Gut gefüllt: Der Doris-Janssen-Reschke-Fonds

128 Zustiftungen für die DiakonieStiftung Osnabrücker Land

Diese Idee war brillant, sie fand viele Unterstützerinnen und Unterstützer. Viele Menschen stifteten und füllten damit den Fonds, aus dem dann wieder neue diakonische Vielfalt entstehen wird: gemeint ist der Doris-Janssen-Reschke-Fonds. Insgesamt wurde die herausragende Summe von gut 46.000 Euro in nur vier Monaten erreicht. Daraus wird jetzt noch einmal ein Drittel mehr – dank der Bonifizierungsaktion „aus 3 mach 4“ der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers.

Erste Landessuperintendentin – der Diakonie verbunden
Doris Janssen-Reschke war die erste Landessuperintendentin der hannoverschen Landeskirche, zuständig für den Sprengel Osnabrück, und sie war leidenschaftliche Verfechterin der Diakonie. Ihr Leben und Wirken sollen in Erinnerung bleiben und die Diakonie in ihrem Sinne gefördert werden, so der Wunsch von Doris Schmidtke, Kuratoriumsmitglied der DiakonieStiftung Osnabrücker Land. Wer sich der Diakonie verschreibt und mit besonderen Aktionen belebt, sollte belohnt werden, so auch die Meinung des Projektteams, das sich der Konzeption annahm. Der DJR-Fonds wurde ins Leben gerufen, um Preise für Kirchengemeinden und Einrichtungen ausloben zu können, die diakonische Projekte entwickelt haben oder anstoßen wollen.

Zustiftungen aus der ganzen Landeskirche
Die Bitte der DiakonieStiftung, den Fonds mit Zustiftungen zu füllen, fand große Resonanz, nicht nur im Osnabrücker Land, sondern in der gesamten Landeskirche. Neben zahlreichen Einzelstiftungen in unterschiedlichster Größenordnung beteiligten sich auch elf Großstifter, die mit Beträgen zwischen 1.000 und 5.000 Euro den DJR-Fonds unterstützten. Dazu gehören das Frauenwerk der hannoverschen Landeskirche und der Kirchenkreis Melle-GMHütte. Mit dabei sind auch zehn Kirchengemeinden aus den Kirchenkreisen Bramsche und Melle. Den größten finanziellen Schub erhielt die Stiftung anlässlich der Verabschiedung von Gerhard Töller, Geschäftsführer der DIOS-Diakonie Osnabrück Stadt und Land. Hier kamen über 7.000 Euro zusammen. „Wir sind überwältigt von der Resonanz und danken allen Zustiftern und Zustifterinnen von Herzen“, so Doris Schmidtke, die Initiatorin des Projektes.

Bonifizierung beantragt
„Wir haben zusammen mit kleineren Zustiftungen aus den Jahren 2017 und 2018 insgesamt 54.208 Euro zur Bonifizierung angemeldet“, fasst Heiko Grube, der Vorsitzende der Stiftung, zusammen. „Der Antrag mit all den Unterlagen, die die Aktivitäten der Stiftung veranschaulichen, wiegt mehr als ein Kilogramm!“ Wenn alles gut geht, werden Ende Dezember dieses Jahres 18.000 € von der Landeskirche auf dem Stiftungskonto eingehen. Dem Einfallsreichtum bei diakonischen Projekten, der Anerkennung der besten Ideen und der Umsetzung neuer Diakonie in den Kirchengemeinden steht nunmehr nichts im Wege – dank vieler Menschen, denen die Diakonie am Herzen liegt.

Bewerbungsunterlagen für den Doris Janssen-Reschke-Preis werden ab Mitte September 2019 auf der Homepage der DiakonieStiftung veröffentlicht. Dort erfahren Sie auch Näheres zur Bewerbung um den DJR-Preis.www.ds-osl.de

Doris-Janssen-Reschke-Fonds: Erinnerung bewahren – Diakonie der Zukunft fördern

Doris Janssen-Reschke war die erste Landessuperintendentin der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. Von 1998 bis zu ihrem Ruhestand 2007 leitete die Theologin den Sprengel Osnabrück: streitbar im Einsatz für die Schwachen der Gesellschaft und seelsorgerlich zugewandt allen Menschen in Krisensituationen. Sie war maßgeblich beteiligt an der Schaffung zukunftsfähiger Strukturen für die Kirche und die Diakonie Osnabrücks. Sie starb nur ein Jahr nach ihrem Ruhestand im Alter von 64 Jahren.

Um die Erinnerung an diese mutige Kirchenmutter zu bewahren, ist vor kurzem unter dem Dach der DiakonieStiftung Osnabrücker Land der Doris-Janssen-Reschke-Fonds errichtet worden. Bischof Meister und Landessuperintendentin Dr. Klostermeier unterstützen das Vorhaben. Der Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte hat 2.500 € zur Verfügung gestellt, das Frauenwerk der hannoverschen Landeskirche 5.000 €. Weggefährtinnen und Bekannte von Doris Janssen-Reschke beteiligen sich ebenfalls am Aufbau des Kapitalstocks.

Aus den Erträgen des Fonds sollen alle zwei Jahre Preise ausgelobt werden für diakonische Projekte in den Kirchengemeinden des Osnabrücker Landes. Mit der Preisverleihung bringt die Stiftung das Wirken von Doris Janssen-Reschke immer wieder in Erinnerung. Und sie schafft eine gute Öffentlichkeit und eine Vernetzungsplattform sowohl für bewährte diakonische Arbeit als auch für innovative „start ups“.

Helfen Sie mit beim Aufbau des Doris-Janssen-Reschke-Fonds. Noch bis zum 30. Juni 2019 bonifiziert die Ev.-luth. Landeskirche Hannovers jede Zustiftung: So werden aus 100 € schon 133,33 € und aus 500 € bereits 665 €. Hier die Bankverbindung:
Kreissparkasse Melle
IBAN: DE33 2655 2286 0161 2643 53
Kontoinhaber: DiakonieStiftung Osnabrücker Land
Verwendungszweck: Doris-Janssen-Reschke-Fonds

Mehr Informationen finden Sie im Flyer, hier zum Download. Gerne können Sie auch Kontakt aufnehmen mit der Initiatorin des Projektes, Pastorin i.R. Doris Schmidtke, unter doris.schmidtke@ds-osl.de.

Gott lädt uns alle ein

Inklusiver Gottesdienst in der Osnabrücker Timotheuskirche

Keine Liedzettel oder Gesangbücher – für freie Hände, kein Aufstehen beim Vaterunser oder bei den Fürbitten – für freie Sicht. Es war kein „normaler“ Gottesdienst, zu dem sich die Gläubigen am letzten Sonntag im März in der evangelischen Timotheuskirche in Osnabrück versammelt hatten. Hörende und Nichthörende feierten gemeinsam die Gegenwart Gottes: mit Gesang und Gebärden. Für letzteres wären Liedzettel in den Händen und Menschen, die vor einem stehen und die Sicht nach vorne beeinträchtigen, eher hinderlich. Deshalb wurde der gesamte Gottesdienst im Sitzen gefeiert, und die Liedtexte wurden auf eine große Leinwand projiziert.

Verschieden zu sein ist normal

Der Inklusive Gottesdienst wurde von Pastorin Kristin Winkelmann und Diakonin Maren Mittelberg, Inklusionsbeauftragte im Kirchenkreis Osnabrück, gestaltet. Menschen mit und ohne Behinderung machten mit, ganz normal – genau das bedeutet Inklusion. Wenn jeder Mensch dabei sein kann, am Arbeitsplatz, in der Schule oder eben in der Kirche, dann ist es normal verschieden zu sein. Jeder Mensch ist von Gott eingeladen, ob er sich mit laut ausgesprochenen Worten Gehör verschafft oder in Gebärdensprache verständlich macht. „Gott lädt uns alle ein“ war so auch das zentrale Motiv des Gottesdienstes. Im Anschluss an die gezeichnete Erzählpredigt bemalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgeschnittene Stühle aus Papier und schrieben ihre Namen darauf. Danach platzierten alle ihre Stühle auf einer Pinnwand um das Bild eines großen Tisches. Alle Stühle waren verschieden, aber alle waren um ein und denselben Tisch versammelt und gehörten ganz normal dazu. Inklusion – festgehalten in einem eindrücklichen Gemeinschaftswerk.

Weitere Inklusive Gottesdienste

Die nächsten Inklusiven Gottesdienste im Kirchenkreis Osnabrück finden am 26. Mai um 18 Uhr in der Petruskirche an der Albert-Schweitzer-Straße 33 und am 2. Juni, ebenfalls um 18 Uhr, in der Markuskirche am Julius-Heywinkel-Weg 2 statt.

Weitere Informationen:

Maren Mittelberg
Inklusionsbeauftragte für den Ev.-luth. Kirchenkreis Osnabrück
Iburger Straße 105
49082 Osnabrück
Telefon: 0541 58052742
E-Mail: maren.mittelberg@evlka.de

Gendergerechtigkeit ist kirchliche Herausforderung

November 2016

Die Gerechtigkeit ist zweifelslohne die angestammte Aufgabe der Kirche – auch die Geschlechtergerechtigkeit. Ob tatsächlich die Gleichberechtigung in allen Bereichen von evangelischer Kirche und Diakonie umgesetzt wird, wurde zur Aufgabe der Steuerungsgruppe „Gender“ im Kirchenkreisverband Osnabrück -Stadt und -Land. Das Ergebnis, das jetzt vorgestellt wurde, bot zwar keine Überraschungen, es soll aber neue Weichen für mehr Chancengleichheit in den Kirchengemeinden, kirchlichen Gremien und diakonischen Berufsfeldern stellen.

Die Gleichberechtigung von Männern und Frauen im kirchlichen und diakonischen Bereich ist selbstverständlich, aber wird sie auch umgesetzt? „Darüber wollten wir Klarheit haben, wir haben genau nachgesehen und nachgefragt“, sagten Doris Schmidtke, Diakoniepastorin, und Frieder Marahrens, Leiter der Ev. Erwachsenenbildung. Sie stellten das Ergebnis unter dem Titel „Männer und Frauen im Ev.-luth. Kirchenkreisverband Osnabrück -Stadt und-Land und in der Diakonie – Gender in Zahlen“ vor. Es ist ein Faltblatt mit Zahlen und Grafiken, die eine deutliche Sprache sprechen. Zusammengefasst lautete das Resultat so: Je höher die Position in Kirche und Diakonie, desto größter der Männeranteil.

Von zehn Geschäftsführerämtern ist nur eines weiblich besetzt. Kirchenleitungen liegen hauptsächlich in männlicher Hand. Die sogenannten „weichen“ Ausschüsse in kirchlichen Gremien, wie Diakonie, Bildung oder Partnerschaft, sind größtenteils von Frauen besetzt, die „harten“ Ausschüsse, in denen es um Entwicklung, Planung und Finanzen geht,  gehören den Männern.

Dabei ist der Anteil der Kirchenmitgliedschaft bei den Frauen höher. Sogar 70 Prozent aller Ehrenamtlichen sind Frauen, erläuterten Superintendent Hans -Georg Meyer -ten Thoren und Diakonin Rita Steinbreder.

Auch im diakonische Bereich, also in der Pflege und Betreuung, arbeiten zu 76 Prozent Frauen, der Anteil der Teilzeitkräfte in der Diakonie liegt bei 83 Prozent. Die Leitung von diakonischen Einrichtungen übernehmen dagegen -bis auf Kita-Leitungen- wieder Männer. Pflege ist weiblich und wird schlecht bezahlt. „Wir müssen auch die Frage stellen, was uns Pflege wert ist, so Sabine Weber, Geschäftsführerin im Diakoniewerk Osnabrück. 

Die Gendergerechtigkeit ist für Hella Mahler, Gleichstellungsbeauftragte der evangelischen Landeskirche Hannovers, ein gesellschaftliches Problem, insbesondere eine Aufgabe der Kirchenleitungen. Sie dankte der Osnabrücker Steuerungsgruppe, die mit dieser Erhebung ein Pilotprojekt startete. Auslöser dafür sei der Gleichstellungsatlas der EKD gewesen. Der Kirchenkreisverband Osnabrück habe nun als erster eine IST-Analyse parat, aus der sich Grundlagen für Konsequenzen ergeben. Dass Gendergerechtigkeit in Kirche und Diakonie ein langer Weg sei, machte die Gleichstellungsbeauftragte deutlich. „Wir sind eben durch Traditionen geprägt“, so Mahler.

Für die Steuerungsgruppe ist die Arbeit nicht beendet, sie wird jetzt die Probleme der Gendergerechtigkeit aktiv angehen, zunächst in der Vorstellung der Ergebnisse, dann in Diskussionen und Forderungen in kirchlichen und diakonischen Gremien.


Der Flyer als PDF-Download
"Männer und Frauen
im Ev.-luth. Kirchenkreisverband
Osnabrück-Stadt und -Land
und in der Diakonie Osnabrücks"

Improtestanten spielten mit jeder Körperfaser

Oktober 2016

„Fünf-vier-drei-zwei-eins-los“, vielfach und lautstark wiederholt war dieser Ruf zugleich Anfang und Ende in der St. Katharinenkirche Osnabrück - der Anfang eines heiteren Abends mit Themen über Gott und die Welt und das Ende einer Ausstellung über Frauen der Reformation.

Nach vierwöchiger Ausstellung „Frauen der Reformation“ erschien Katharina Zell persönlich in der St. Katharinenkirche in Osnabrück. Pastorin Stefanie Lohmann aus Gehrde, übernahm ihre Rolle. Sie erzählte aus dem Leben der streitbaren Pastorenfrau, die zur Vorkämpferin für gleichberechtigte Partnerschaft zwischen Mann und Frau wurde. Katharina Zell hatte es sich auch herausgenommen, die „Freiheit eines Christenmenschen“ auch für Frauen zu beanspruchen.

Scharfzüngig, blitzschnell und schonungslos setzten sich die Improtestanten der Ev. Fachschulen Osnabrück unter Leitung von Friedrike Niederdalhoff in Szene. Sie spielten mit jeder Faser ihres Körpers, mit Stimme und viel Kreativität. Dafür brauchten sie kein Drehbuch, Kostüm oder Bühne. Wohl aber das Publikum. Das gab reichlich Impulse, und die Improtestanten setzten sie um. „Ich bin ein Ablassbrief“, „Ich der Abfluss“ „Und ich ein verwirrter Christ“, ideenreich wurde Reformation und Gemeindeleben in Szene gesetzt. Ein Standbild war geformt und dann wurde es schwierig: „Welches Bibelwort passt dazu? Dagegen war leicht zu beantworten, als es um das wesentliche Talent eines weiblichen Gemeindegliedes ging: „Kuchen backen können, natürlich.“ Die Improtestanten der Ev. Fachschulen waren um keine Frage oder Antwort verlegen. 

Am Schluss kamen sie noch einmal auf Katharina Zell. Die Frau sei die geeignete Kandidatin für den US-Wahlkampf. Es folgte eine zündende Wahlkampfrede. Die Improtestanten sorgten für ein vergnügliches Ausstellungsende, bevor die „Frauen der Reformation“ als Wanderausstellung jetzt die Reise nach Landshut antreten und Diakoniepastorin Doris Schmidtke bei Gesprächen, Wein und Brot die Präsentation und den Abend beendete.

Die Kontaktstelle Inklusion ist bestrickend schön

September 2016

Dieser Nachmittag in der Kontaktstelle Inklusion in Osnabrück war bestrickend bunt, außerdem der erste im Cafè Vielfalt. Als Zeichen dafür, dass hier Menschen mit und ohne Behinderung an einem  (Woll-)Strang ziehen, wurde ein kunterbuntes Kunstwerk inklusiver Häkelleidenschaft angebracht.

Seit einem Jahr gibt es die Kontaktstelle Inklusion im evangelischen Kirchenkreisverband Osnabrück an der Iburger Straße. Hier arbeiten die Inklusionsbeauftragten der Kirchenkreise Osnabrück und Melle- Georgsmarienhütte Hand in Hand mit der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück. Birgt Jaeger, Maren Mittelberg, Gregor Bohnensack-Schlößer und Judith Soegtrop-Wendt halten hier alle Fäden in der Hand, damit Menschen mit und ohne Behinderung neue Gemeinsamkeiten entwickeln und Wege in ein inklusives Leben in Kirche und Kommune finden können. Die Fäden in der Hand hatte in diesem Fall auch Elisabeth Tischler, Dozentin der VHS mit Höreinschränkung und Ehrenamtliche der Kontaktstelle. Beim Stadtteilfest Fledder-Schölerberg hatte sie viele Menschen mit ihrer Wollleidenschaft angesteckt. Es wurde gehäkelt, gestrickt und gekordelt. Dabei entstanden kunterbunte Bänder – ein Zeichen des inklusiven Zusammenhaltes.

Viel zu schade, als in den Regalen der Kontaktstelle liegen zu bleiben, meinten Birgit Jaeger und Maren Mittelberg. Unter dem Motto „Wir wollen Vielfalt“ luden sie Nachbarn, Freunde und Bewohner des Agnes Schoeller-Hauses der HHO in die Kontaktstelle ein. Neben dem Kennenlernen stand die Anbringung des Woll-Objektes an. Band für Band wurde am Regenwasserablauf befestigt, so dass das vorher schmucklose Rohr jetzt zum farbenfrohen Zeichen der Inklusion wurde. Bis zur Dachrinne ist noch jede Menge Platz. Es können also weitere Wollbänder befestigt werden.

Weil das Ziel „Dachrinne“ irgendwann erreicht werden soll, eröffneten die Mitarbeiter der Kontaktstelle kurzerhand das Cafè Vielfalt. Es ist einmal im Monat -  jeweils am ersten Donnerstag von 10 bis 11.30 Uhr – geöffnet. Alle Gäste sind nicht nur zum Häkeln und Stricken eingeladen. „Wir wollen uns kennenlernen, Inklusion entwickeln und gestalten,“ sagt Birgit Jaeger.


Und mehr noch: es wurde auch ein „Mädchenmittagstreff inklusiv“ verabredet.
Er findet erstmals statt am Samstag, 22. Oktober von 12.30 bis 14.30 Uhr in der Kontaktstelle, Iburger Str. 105. Das Cafè Vielfalt öffnet wieder am Donnerstag, 10. November um 10 Uhr.

Informationen unter:

„Eine Frau ist der beste Gefährte fürs Leben“<br />Vortrag von Sonja Domröse zum Frauenbild Luthers

September 2016

„An diesem Abend haben wir Martin Luther ein wenig geerdet, er war eben ein Mann seiner Zeit und durchaus fehlbar“, resümierte Frieder Marahrens. Der Leiter der Ev. Erwachsenenbildung dankte Sonja Domröse, Öffentlichkeitspastorin des Sprengels Stade, für diese „Richtigstellung“. Domröse hatte im Steinwerk der St. Katharinenkirche über den Reformator und sein widersprüchliches Frauenbild referiert.

Der Vortrag gehörte zum Begelitprogramm der Ausstellung „Frauen der Reformation“ in der St. Katharinenkirche, Osnabrück. Dabei wird über das Leben und Werk von 12 Frauen informiert, die eher im Hintergrund die Reformation mitprägten. Nach der Ausstellungseröffnung und einem Seniorennachmittag mit Diakonin Lisa Neumann stand bei der dritten Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung Sonja Domröse, Öffentlichkeitsbeauftragte des Sprengels Stade, am Mikrofon. Ihr Thema war die sich verändernde Rolle der Frau während der Reformation. Das ideale Frauenleben wurde nicht mehr hinter Klostermauern geführt, sondern im Haushalt als Ehefrau und Mutter.

In ihrem Referat machte Sonja Domröse die Widersprüchlichkeit Luthers deutlich, mit der er die Rolle der Frau definierte. Sonja Domröses Quellen für einen informativen und unterhaltsamen Vortragsabend waren unter anderem die Luther-Schriften „Vom ehelichen Leben“ und das „Traubüchlein“. Sätze, wie „Männer sind doch gottgleicher“, „das Weib ist ein notwendiges Übel“ und die Frau als Sündenbringerin der Welt standen nach mittelalterlicher Auffassungen im Gegensatz zur gleichberechtigten Partnerschaft von Mann und Frau gemäß der reformatorischen Überzeugung.

Einerseits lästerte Martin Luther offen über unfruchtbare Frauen, andererseits nutzte er den Einfluss regierender Frauen für seine Zwecke. Auch Johannes Calvin, nach Luther einflussreichster Reformator, stellte die dienende Aufgabe der Frau in den Vordergrund. Sonja Domröse stellte seine Trauformulare mit unterschiedlichen Traufragen für Mann und Frau vor. Dennoch: Während der Reformation wird die Frau zur gleichberechtigten Partnerin, ihr wird Bildung zuteil und gelegentlich wird sie sogar als Gesprächspartnerin bei religiösen und wissenschaftlichen Themen geschätzt. „Eine Frau ist der beste Gefährte fürs Leben“, zitierte Sonja Domröse aus Luthers Tischreden. Unter diesem Titel stand auch der Vortragsabend im Steinwerk.

3. Osnabrücker Männervesper<br />„Frieden der Konfessionen! – Frieden der Religionen?“

September 2016

Osnabrück ist die Stadt des Westfälischen Friedens. 1648 wurde eine  Form von  „Frieden“ zwischen den Konfessionen ermöglicht.

Heute stellt sich die Friedensfrage im Blick auf das Verhältnis der Religionen. Religion ist als Thema und Kraft in den Krisen unserer Zeit präsent. Religion ist Heimat und Feindbild zugleich. Mit den Flüchtlingsbewegungen leben auch bei uns immer mehr Menschen unterschiedlicher Religionen zusammen. Wie können Religionen einen Beitrag zum Frieden leisten? Ist das Rollenverständnis von Frauen und Männern in den Religionen wichtig im Blick auf die Frage nach dem Frieden? Gibt es einen gemeinsamen Beitrag von Muslimen und Christen zum Frieden?

Wir wollen  das Verhältnis der Religionen in der Friedensfrage beleuchten. Wir tun das aus christlicher und muslimischer Perspektive mit ausgewiesenen Experten.

Diskutieren Sie mit – bei jazziger Musik und gutem Essen
Jazzige Musik von:
Claus Cronemeyer (Trompete),
Dietrich Beinecke (Saxhophon) und
Jens Cronemeyer (E-Piano)

Weitere Informationen: 

  • Eintritt: 
    der Eintritt ist frei.
    Um eine Spende für Essen und Trinken wird gebeten.
  • Anmeldung:
    erwünscht zur Planung bis zum 14. Oktober.
  • Veranstalter:
    Männerarbeit im Sprengel Osnabrück.
  • Kontakt:
    Guido Schwegmann-Beisel
    Tel. 05405-6191920
    guido.schwegmann-beisel@evlka.de

Den Veranstaltungs-Flyer gibt es hier als PDF-Download.

Großes Fest der Nächstenliebe

September 2016

Fetziger Sound, Blauer Engel und Leidenschaft – Erziehungsberatung, Flüchtlingshilfe und Altenpflege – das alles ist Diakonie. Während die zweiten dieser Begriffe an jedem Tag in allen diakonischen Einrichtungen stattfinden, standen die ersten ganz besonders am Samstag auf dem Programm.  Auf dem Theatervorplatz ging ein großes Fest der Nächstenliebe über die Bühne. Informationen, beste Stimmung und viele Besucher waren inklusive.

„Wenn wir nicht fest davon überzeugt sind, packen wir es gar nicht erst an. Also ganz klar: Wir schaffen das“. Deutlicher und leidenschaftlicher hätte das Plädoyer für die Diakonie Flüchtlingshilfe nicht ausfallen können. Heiner Dirks, Leiter der Ev. Jugendhilfe, verbreitete diese Zuversicht vielen Besuchern und erntete reichlich Applaus und Zustimmung. Die Flüchtlingshilfe in Bramsche und Osnabrück und in fast jeder Kirchengemeinde war nur ein Thema von vielen, die beim Willkommensfest zum Auftakt der Woche der Diakonie angesprochen worden. „Bei uns ist jeder willkommen“ so das Motto des Tages, über einige Stunden ließen sich viele Menschen davon anstecken. 

Zum Beispiel die Tanzgruppe der Hull Foundation, die in Glitterkleid und Zylinder Szenen aus dem inklusiven Musical „Grand Hotel Vegas“ auf Bühne und Straßenpflaster brachte. Michael Hull ließ es sich nicht nehmen, in den Reihen der Tänzer mit und ohne Behinderung den Takt vorzugeben. Dabei brachte er fast jeden Besucher zum Mittanzen. Locker und gut gelaunt übernahm Diakonie Pressesprecher Burkhard Teschner die Rolle des Moderators und führte nach der Begrüßung durch Renate Jacob, Vorsitzende des Diakonieausschusses im Kirchenkreis Osnabrück, durch den Vormittag.

Maren Mittelberg, Birgit Jaeger und Gregor Bohnensack- Schlösser stellten die Kontaktstelle für Inklusion vor. Später berichteten Hinrich Haake und Sabina Ide über die Arbeit und Unterstützung im Diakonie Bistro. Vom wechselhaften Leben von Frau Linsengericht erzählte Sabina Ide. Hauptperson ihrer Geschichte, Frau Linsengericht, ist wohlhabend und eingebildet, wer sie genauer kennenlernt, bemerkt, dass sie nicht nur auf der Sonnenseite des Lebens steht. 

Caritas und Diakonie haben die gleichen Kernkompetenzen. „Wir sind für die Schwachen da und für alle, die unsere Hilfen brauchen“.  Nicht nur mit dieser Aussage zogen Günter Sandfort, stellvertretender Caritasdirektor, und Gerhard Töller, kaufmännischer Geschäftsführer der DIOS, an einem Strang. Die Zusammenarbeit und die Ökumene liegen beiden am Herzen. „Wir müssen künftig stärker betonen, was uns verbindet“, appellierte Günter Sandfort.

Was wäre Diakonie ohne Ehrenamtliche? Weil das nicht funktionieren würde, wurde viel für das ehrenamtliche Engagement in der Diakonie geworben. „Ehrenamtliche müssen glücklich sein“, so das Resümee von Monika Förster, Susanna Waller und Regina Hannich in einem Rollenspiel.  

Bunte Seifenblasen, blauer Engel, ein garantiert alkoholfreier Cocktail von der Suchtberatung zubereitet, und die Musik von Takkatina, Band der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück, begleiteten das Fest der Diakonie, das mit dem Segen von Diakoniepastorin Doris Schmidtke am Mittag beendet wurde. 

Frauen der Reformation – Ausstellung

Juli 2016

St. Katharinen, Osnabrück,
11. – 29. September 2016

Frauen der Reformation rücken mit dieser Ausstellung in den Blickpunkt: Sechs Ausstellungstafeln informieren über die Lebensbedingungen von Frauen im 16. Jahrhundert, auf weiteren Tafeln werden 12 Frauen unterschiedlicher sozialer Herkunft porträtiert.

Die Frauen waren Teil der reformatorischen Bewegung und positionierten sich klar und mutig zu politischen, religiösen und gesellschaftlichen Fragen.  Sie lebten in einer kirchlichen wie gesellschaftlichen Umbruchssituation. Mit ihren mutigen Entscheidungen standen sie häufig außerhalb der gängigen Gesetze und Gepflogenheiten. Für nicht wenige bedeutet dies Verspottung, moralischer und psychischer Druck, Abkehr der elterlichen Familie und finanzielle Unsicherheit bis hin zur Armut.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Montag-Freitag 10.30-16.30 Uhr,
Samstag 11.00-12.30 Uhr,
Sonntag 14.30-16.30 Uhr 
und nach Vereinbarung (Tel. 0541-6002850);
geschlossen am 16. und 23.-26. September 2016


Hier der Ausstellungsflyer als Download

Frauen Gestalten Diakonie

Juli 2016

Gottesdienst zur Eröffnung der Ausstellung „Frauen der Reformation“ mit Pastor Frieder Marahrens (Evangelische Erwachsenenbildung), Diakoniepastorin Doris Schmidtke und der Schauspielerin Anne Simmering als Katharina Zell.

„Ich bin, seit ich zehn Jahre alt war, eine Kirchenmutter, eine Ziererin der Kanzel und der Schule gewesen …“ So stellte sich Katharina Zell, eine engagierte Streiterin für die Reformation, in einer ihrer zahlreichen Veröffentlichungen selbst vor. Mit ihr begnügten sich auch andere Zeitgenossinnen der Reformatoren nicht mit wortlosem Dienen, sondern führten Gedanken Luthers und Calvins weiter und wendeten sie in praktischen Situationen an. Sie predigten und verfassten Flugschriften, trösteten Trauernde und Kranke, versorgten Arme und Flüchtlinge und schufen neue Strukturen in der Fürsorge.

Diese Reformatorinnen und ihre Bedeutung für die evangelische Kirche und ihre Diakonie bis heute sind Thema des Projektes „Frauen Gestalten Diakonie“, mit dem Diakoniepastorin Doris Schmidtke und Frieder Marahrens von der Evangelischen Erwachsenenbildung zu Gast in Gemeinden des Sprengels sind.

Den Auftakt bildet der Gottesdienst am 11. September in der St. Katharinen-Kirche Osnabrück, mit dem auch die Ausstellung „Frauen der Reformation“ eröffnet wird. Am 6. November wird Landessuperintendentin Dr. Birgit Klostermeier in der St. Martin-Kirche Bramsche in dem Diakonie-Gottesdienst die Predigt halten. Am 2. Advent, 4. Dezember 2016, um 10 Uhr wird der Gottesdienst in der reformierten Bergkirche in Osnabrück gefeiert und am 15. Januar 2017 um 9.30 Uhr in der St. Petri-Kirche, Melle.

Das kleine Fest der großen Nächstenliebe

Juli 2016

Willkommen bei uns.
Diakonie im Osnabrücker Land
Samstag, 3. September 2016,
10-12.30 Uhr
vor dem Theater Osnabrück


Herzlich willkommen zum kleinen Fest der großen Nächstenliebe am Samstag, den 3. September 2016: Auf der Bühne erklingt mitreißende Musik von Takkatina, der Band der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück. Sabine Ortland gibt eine szenische Kostprobe aus ihrem neuen Buch „Linsengericht“. Unter der Leitung von Axel Kreuzer kommt eine Szene aus einem inklusiven Musical auf die Bühne. Natürlich gibt es auch Infos, Interviews und Kreatives. Die Diakonieausschüsse der Kirchenkreise Bramsche, Melle-Georgsmarienhütte und Osnabrück gestalten mit vielen haupt- und ehrenamtlichen aus der Diakonie dieses zentrale Fest zum Auftakt der Woche der Diakonie in Niedersachen.

Über die weiteren Veranstaltungen und Gottesdienste in den Gemeinden und Einrichtungen in Stadt und Land informiert die homepage der Konferenz der Diakonie ab Ende Juli.

Hier der Flyer als Download

Dr. Joachim Jeska ist neuer Superintendent im Evangelischen Kirchenkreis Osnabrück

Juni 2016

49jähriger Theologe aus Bad Rothenfelde wird Nachfolger von Friedemann Pannen

Dr. Joachim Jeska ist neuer Superintendent im Evangelischen Kirchenkreis Osnabrück. Die Mitglieder des Kirchenkreistages wählten den 49jährigen Theologen zum Nachfolger von Friedemann Pannen, der zu Jahresbeginn nach sieben Jahren Amtszeit zur Diakonie Osnabrück Stadt und Land wechselte. Sein Dienstbeginn in Osnabrück ist voraussichtlich am 15. September.

Joachim Jeska studierte und promovierte an der Universität Münster, absolvierte sein Vikariat in Melle-Oldendorf und war zuletzt Pastor der St. Urban-Gemeinde in Klein Ilsede bei Peine.

„Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe und auch auf Osnabrück. Ich möchte gemeinsam mit den Haupt- und Ehrenamtlichen im Kirchenkreis Kirche gestalten und dazu beitragen, unser protestantisches Profil zu schärfen“, erklärte Joachim Jeska nach der Wahl. „Eine gute Gelegenheit dazu werden die Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum bieten, deren Start zeitlich nah an meinem Amtsbeginn liegt und in die ich viel Engagement stecken werde.“

„Wir heißen Pastor Jeska herzlich in Osnabrück willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm“, erklärte Dr. Gisela Löhberg, Vorsitzende des Kirchenkreistages.

Pastorinnen solidarisieren sich mit lettischen Kolleginnen

Juni 2016

Die größte Kirche Lettlands will die Ordination von Frauen abschaffen. Pastorinnen aus der Landeskirche Hannovers protestieren heftig.

Osnabrück/Hannover. (epd)

Pastorinnen aus der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers haben in einem offenen Brief gegen die Pläne der Schwesterkirche in Lettland protestiert, Frauen nicht mehr zum Pastorenamt zuzulassen. "Wir sind entsetzt über die Absicht Ihrer Synode, die Frauenordination abzuschaffen", heißt es in dem Brief an die Theologinnen der Evangelisch-lutherische Kirche Lettlands. Er ist von 18 Pastorinnen, der Regionalbischöfin Birgit Klostermeier und Diakoniepastorin Doris Schmidtke aus dem Sprengel Osnabrück unterzeichnet.

Die mit 580.000 Mitgliedern größte Religionsgemeinschaft des baltischen Landes will auf ihrer Synode am 3. und 4. Juni über die offizielle Abschaffung der Frauenordination entscheiden. Bisher zeichnet sich eine deutliche Mehrheit dafür ab. Janis Vanags, konservatives Oberhaupt der Kirche, hat seit seiner Einsetzung als Erzbischof 1993 keine Frauen mehr ordiniert. Die Amtszeit des heute 58-Jährigen ist unbeschränkt.

"Kämpft für die Frauenordination"

Diese faktische Verweigerung der Frauenordination soll nun in der Kirchenverfassung festgelegt werden. Der Vorschlag komme von zwei Kirchenbezirken, sagte Erzbischof Vanags dem Evangelischen Pressedienst (epd). Er will die Initiative zur Verfassungsänderung nicht allein als die eigene verstanden wissen. Vanags begründete die Ablehnung von Pfarrerinnen mit dem 1. Korintherbrief des Apostels Paulus, in dem Frauen in der Gemeinde zum Schweigen angehalten werden. Lettische Theologinnen hatten das Vorhaben kritisiert.

Die niedersächsischen Pastorinnen betonten, sie teilten den Zorn und die Trauer ihrer Schwestern: "Der freie Zugang von Männern und Frauen zum geistlichen Amt und zur Verkündigung ist unverzichtbarer Bestandteil reformatorischer Kirchen." Sie appellieren an die lettischen Pastorinnen, "an der Freiheit eines Christenmenschen festzuhalten und für die Frauenordination zu kämpfen". (epd)

Bericht aus der Evangelischen Zeitung, 3. Juni 2016

Internationaler Partnerschaftsgottesdienst

Mai 2016

Am 22. Mai 2016 findet um 15 Uhr in Bramsche St. Martin ein internationaler Partnerschaftsgottesdienst im Rahmen der Partnerschaftswochen des Kirchenkreisverbands Osnabrück statt.

Der Partnerschaftsgottesdienst findet statt mit Superintendent Hans Hentschel und Mitwirkenden aus Südafrika, dem Baltikum, Ungarn, Großbritannien und Sachsen. 

Nach dem Gottesdienst geht es weiter: Begegnung auf dem Kirchplatz bei Erbsensuppe und Kama.

Hierzu sind alle Gemeinden aus dem Osnabrücker Land herzlich eingeladen.

Hier gibt es weitere Informationen als PDF-Download

Das inklusive Miteinander muss geübt sein

April 2016

Den freien Samstagvormittag gemeinsam sinnvoll verbringen, miteinander reden, etwas bewirken und auch noch Spaß an allem haben: 12 Kursteilnehmer probierten es in der Ev. Familienbildungsstätte Osnabrück aus. „Herzenssache Inklusion?!“ so lautete ihr Thema. Das gleichberechtigte Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung wird auch beim 3. Treffen am Samstag, 28. Mai im Mittelpunkt stehen.

Wenn Inklusion zur Herzenssache wird, werfen sich beim Gespräch auf Augenhöhe viele Fragen auf. In diesem Fall waren die Teilnehmer meistens mit den Antworten zufrieden, manchmal auch nicht. Wenn Inklusion kreativ hinterfragt wird, entstehen Kunstwerke in allen Farben, gelegentlich auch starre Masken. Die 12 Teilnehmer stellen viele Gemeinsamkeiten fest und entwickeln neue, sie bauen an der Inklusion. Eingeladen zur Schulung „Herzenssache Inklusion?! hatten Birgit Jaeger und Karen Mittelberg, Kontaktstelle Inklusion im Kirchenkreisverband Osnabrück. Menschen, die sich in ihren Kirchengemeinden und Betrieben engagieren und Menschen mit Behinderung stärker integrieren möchten, ließen sich ansprechen. Mit dabei waren auch Auszubildende, die die Erfahrungen des Kurses beruflich nutzen möchten und natürlich Menschen mit Einschränkungen, die in Wohnheimen oder bei ihren Familien leben. 

Bei den Treffen von Herzenssache Inklusion?! geht es um das bessere Verstehen, die gegenseitige Wertschätzung, den respektvollen Umgang, schließlich auch darum, Schritte zu entwickeln, die weiter und schneller zur Inklusion führen.

In zwei Gruppen arbeiten die Teilnehmer an der Inklusion - mal kreativ, mal sachbezogen. Meistens fallen Behinderungen ins Auge, häufig werden sie auch als störend empfunden, so die Wahrnehmungen der Teilnehmer. „Können sich an deinem Arbeitsplatz alle Menschen gleichermaßen willkommen fühlen?“ fragte Maren Mittelberg. Die Inklusionsbeauftragte und alle Teilnehmen freuten sich über das Ergebnis, denn fast alle beantworteten die Frage mit einem klaren „Ja“.

Dennoch: Stufen, Mauern in den Köpfen, sogar Webfäden können zu Barrieren werden, wie die Kreativgruppe experimentierte. Die Teilnehmer versuchten, diese Grenzen symbolisch zu überwinden - mit bunten Farben auf starren Masken, mit verschlungenen Fäden und vor allem mit bester Laune am beim gemeinsamen Ausprobieren. 

Der Kurs „Herzenssache Inklusion?! wird zum ersten Mal im Kirchenkreisverband Osnabrück durchgeführt. Das Ziel, nämlich Menschen mit Behinderung als gleichberechtigte Partner in Kirche, Arbeitswelt und Gesellschaft zu integrieren, ist längst nicht erreicht. Damit für alle Inklusion zur Herzenssache wird, müssen weitere Schritte und Kurse folgen.

Datenscha/utz in Kirchengemeinden<br />Bilder und Downloads zum Workshop

März 2016

Im Februar fand die Kirchenvorstandsveranstaltung rund um das Thema Datenschutz statt. Die Impressionen und Handouts der Workshops finden Sie hier.

Workshop 1: Datenschutz ist Menschenschutz!
Das Dokument gibt es hier als PDF-Download

Workshop 2: Spenden & Datenschutz
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Kleiner Datenschatz des Datenschutzbeauftragten
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Impressionen der Veranstaltung

Woche für das Leben

Februar 2016

Ökumenischer Gottesdienst in Melle-Wellingholzhausen. Dienstag, 12. April 2016, 18 Uhr in St. Bartholomäus. Mit Weihbischof Johannes Wübbe und Diakoniepastorin Doris Schmidtke

Die bundesweite "Woche für das Leben" vom 9. bis 16. April beschäftigt sich in diesem Jahr mit dem "vierten Lebensalter", dem hohen Alter. In unserer Region findet dazu am Dienstag, den 12. April 2016 um 18.00 Uhr in St. Bartholomäus, Melle-Wellingholzhausen ein ökumenischer Gottesdienst mit Weihbischof Johannes Wübbe und Diakoniepastorin Doris Schmidtke statt.

Mit der von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland gemeinsam getragenen Aktion "Woche für das Leben" leisten die Kirchen seit mehr als 20 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für den Wert und die Würde des menschlichen Lebens.

Die diesjährige bundesweite Aktion trägt den Titel "Alter in Würde – Herr, Dir in die Hände". Die katholische und evangelische Kirche in der Region setzen den lokalen Akzent auf ein "Füreinander mit Herz und Hand", das ein würdiges Älterwerden unterstützt.

In Kirchengemeinden, in Caritas, Diakonie und Verbänden bringen viele Menschen ihre Ressourcen, Talente und Charismen sehr hilfreich für andere ein. Initiativen vor Ort, die sich besonders um ein gelebtes Füreinander kümmern, werden in den Gottesdienst einbezogen und stellen sich im Anschluss im Kirchenraum vor.

Diakonie in Unternehmen und Gemeinde im Einklang <br />Konferenz der Diakonie mit neuer Struktur

Februar 2016

Die Diakonie im Osnabrücker Land ist in Bewegung – inhaltlich und strukturell. Davon betroffen ist auch die Konferenz der Diakonie, der rund 40 diakonische Einrichtungen in Stadt und Land Osnabrück angehören. Deshalb beschloss die Mitgliederversammlung neue Beiträge und eine neue Ordnung des Stimmrechts, außerdem wurde ein neuer Vorstand gewählt. Alte und neue Mitglieder der Konferenz erhielten von Landessuperintendentin Birgit Klostermeier den Dank für ihren diakonischen Einsatz.

Seit 2004 gibt es die Konferenz der Diakonie. In den angeschlossenen ca. 40 Einrichtungen arbeiten mehr als 5 500 Menschen. Ziel der Konferenz ist es, diakonische Arbeit zu vernetzen und gemeinsames Sprachrohr zu sein. Mit der Fusion der Diakonischen Werke in Stadt und Landkreis Osnabrück und dem Start der DIOS, Diakonie in Stadt und Land Osnabrück gGmbH, am 1 Januar 2016 wurde die Vernetzung vielfach umgesetzt.

Die Gründung der DIOS machte jetzt auch Veränderungen in der Konferenz der Diakonie nötig. Acht gemeinnützige Gesellschaften stellten sich unter das gemeinsame Dach der „DIOS – Diakonie Osnabrück Stadt und Land gGmbH“. Für die Teilnahme in der Konferenz der Diakonie erhöhen sich dadurch für die DIOS die Stimmanteile. Ähnlich verhält es sich beim Konferenz-Mitglied Heilpädagogische Hilfe Osnabrück, die mit der „Hilfe für Hörgeschädigte Menschen Niedersachsen“ fusionierte. Auch die Mitgliedsbeiträge für die Konferenz der Diakonie wurden entsprechend der Größe des Unternehmens angeglichen.

Die Konferenz-Teilnehmer stimmten außerdem für die Aufnahme neuer Mitglieder. Es sind der Betreuungsverein der Diakonie Osnabrück und die DiakonieStiftung Osnabrücker Land, die künftig durch Elke Eilers und Günter Harmeyer in der Konferenz vertreten werden. Mit den ebenfalls neuen Mitgliedern Dietrich Schomberg, „Sozialer Lotse“ aus Bramsche, und Lore Julius, Vorsitzende des Dorfhelferinnenwerkes Melle, stärkt die Konferenz das Ehrenamt.

Diakoniepastorin Doris Schmidtke, Vorsitzende der Konferenz der Diakonie, fasste die Gründe für die Veränderungen zusammen: „Wir möchten, dass alle diakonischen Bereiche in Stadt und Landkreis Osnabrück in der Konferenz vertreten sind und ihre speziellen Sichtweisen einbringen können.“ 

Die Mitglieder der diakonischen Einrichtungen wählten den neuen geschäftsführenden Vorstand: Doris Schmidtke bleibt Vorsitzende, außerdem gehören dem Leitungsgremium Gerhard Töller, kaufmännischer Geschäftsführer der DIOS, und Guido Uhl, Geschäftsführer der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück, an.

„Diakonie ist die Hand der Kirche“, versicherte Brigit Klostermeier. Die Landessuperintendentin bekräftigte damit die Diakonieleitungen in ihrer Auffassung, dass diakonisch tätige Unternehmen im Einklang mit den Kirchengemeinden wirken sollten. Unternehmensdiakonie dürfe nicht im Gegensatz zur ehrenamtlichen Gemeindediakonie stehen. Für die Mitglieder der Konferenz ist diakonische Arbeit in den Einrichtungen ohne die Verbindung zur evangelischen Kirchengemeinde vor Ort nicht vorstellbar.

Gelungener Einstieg – gutes Ende <br />Seminar für alle, die Ehrenamtliche begleiten!

Januar 2016

Ehrenamtliches Engagement ist der große Schatz unserer Kirche. Die Vielfalt an ehrenamtlicher Mitarbeit in einer Kirchengemeinde oder Einrichtung zu koordinieren und zu begleiten, ist eine Herausforderung. Es braucht einen guten Rahmen mit transparenten Rahmenbedingungen damit das Ehrenamt für alle Beteiligten glücken kann.

Wir laden Sie ein, mit uns zu drei Fragestellungen ins Gespräch zu kommen 

  • Was gehört zu einem gelungenen Einstieg in eine ehrenamtliche Aufgabe dazu?
  • Wie kann mit Veränderungen im Ehrenamt sinnvoll umgegangen werden?
  • Wie kann auch das Ende eines Engagements gelingen?

Wir geben Impulse und sind offen für Ihre Fragen!
Haben Sie Interesse? Dann wählen Sie Ihren Ort und Ihren Termin aus!

Leitung

  • Rita Steinbreder, Referentin im Frauenwerk
  • Frieder Marahrens, Pädagogischer Mitarbeiter EEB
  • Cornelia Poscher, Freiwilligenmanagerin KK Melle-Georgsmarienhütte 

Wann?

  • Mittwoch, 3.2.2016
    9.30 – 12.00 Uhr
    Ev. Gemeindehaus
    Lindenstraße 4
    27232 Sulingen
  • Mittwoch, 24.2.2016
    9.30 – 12.00 Uhr
    Ev. Familienbildungsstätte
    Anna – Gastvogel – Str. 1
    49080 Osnabrück

Anmeldung
Bitte melden Sie sich bis spätestens 10 Tage vor Veranstaltungstermin an. Sie erhalten von uns keine Anmeldebestätigung. Sie können sich anmelden:
Abschnitt an EEB Niedersachsen / Region Osnabrück
Anna-Gastvogel-Straße 1
49080 Osnabrück
Fax 0541 5054-110
Tel. 0541 5054-10
EEB.Osnabrueck@evlka.de

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Datenscha/utz in Kirchengemeinden

Januar 2016

Liebe Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher, vor mir steht eine Menschenschlange. Ein Schild weist alle Wartenden darauf hin, dass bitte die „Diskretionszone“ einzuhalten sei. Na klar! 

In der Kirche hat der „Datenschutz“ der Schweigepflicht sein Zuhause. Menschen kommen zum Pastor oder Priester und sind sich sicher: Hier wird nichts „verraten“, was vertraulich bleiben soll.

„Datenschutz“ heißt für mich: Jeder Mensch hat ein Recht auf Vertraulichkeit, auf Diskretion, auf einen Schutzraum, der sein persönliches Tun und Lassen betrifft. „Datenschutz“ ist im richtigen Leben kein langweiliges Thema. Und es ist auch ein Thema der Kirche. Es ist ein Thema der kirchlichen Verwaltung in Pfarrämtern und Kirchenämtern. „Was darf ich über einen Menschen wissen, den ich nur auf dem Papier kenne?“ „Datenschutz“ hat nicht nur mit meinem Computer zu tun, sondern mit meinem „vollen“ Leben in all seinen Beziehungen. „Wer etwas über andere weiß, hat Macht über ihn. Und wer Macht über einen anderen Menschen hat, der kann diese Macht auch missbrauchen.“

Datenschutz unter Menschen ist ein vitales Thema. Das habe ich begriffen, obwohl ich Gott gegenüber meine Daten nicht schützen kann und auch nicht schützen muss. „Von allen Seiten umgibst du mich, Gott“ ist eine andere Aussage, als „Es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, liebe NSA, nicht schon wüsstest.“ Datenschutz ist unser Thema in dem Sinne, dass es uns angeht. Wir sehen uns.

Ihr Superintendent Hans Hentschel
Vorsitzender Ev.-luth. Kirchenkreisverband Osnabrück-Stadt und -Land


Workshop 1: Datenschutz ist Menschenschutz!
Datenschutz spielt in unserer täglichen Arbeit eine Rolle und hat in den Kirchen im Blick auf das Seelsorgegeheimnis und das Beichtgeheimnis eine jahrhundertelange (auch rechtliche) Tradition. Mit der Novellierung des Datenschutzgesetzes der EKD zum 01. Januar 2013 wurde die rechtliche Grundlage zur Neustrukturierung der Datenschutzaufsicht innerhalb der EKD geschaffen. Wir wollen aufzeigen, wo Ihnen der Datenschutz in der täglichen Arbeit begegnet und praktische Tipps für den Umgang mit sensiblen Daten geben. Unsere Daten sind ein wertvolles und schützenswertes Gut!


Workshop 2: Spenden & Datenschutz
Immer häufi ger sind wir auf Spenden angewiesen, weil die Kirchensteuereinnahmen stagnieren oder rückläufi g sind. Aber wie ist es eigentlich mit dem Datenschutz beim Spendenbrief, dem Kirchgeld oder anderen Spendenaktionen? Dürfen wir Informationen aus den kirchlichen Meldedaten an die selbständige kirchliche Stiftung des Kirchenkreises weitergeben? Dürfen wir Daten von Familienangehörigen verwenden, die nicht Kirchenmitglied sind? Können die kirchlichen Meldedaten für Spenden- Aktionen auch auf dem privaten Rechner eines Kirchenvorstehers verarbeitet werden?

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Einladung zur Schulung für Jugendliche und Erwachsene

Januar 2016

Möchten Sie das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen in Kirche und Gesellschaft fördern und weiter entwickeln?

Sie sind eingeladen

  • Menschen mit Behinderungen besser zu verstehen
  • im direkten Umgang mehr Sicherheit zu gewinnen
  • miteinander Schritte auf dem Weg zur Inklusion zu entwickeln

Hier gibt es weitere Informationen als PDF-Download

DIOS geht mit einem Gottesdienst an den Start

Januar 2016

Landessuperintendentin Dr. Birgit Klostermeier wird in einem festlichen Gottesdienst die Geschäftsführung der neuen diakonischen Dachgesellschaft DIOS einführen. Der Gottesdienst wird am Donnerstag, den 14. Januar 2016 um 14 Uhr in der Marienkirche gefeiert.

Die DIOS - Diakonie Osnabrück Stadt und Land gGmbH  hat zum Beginn des neuen Jahres ihre Arbeit aufgenommen. Der Ev.-luth. Kirchenkreisverband Osnabrück-Stadt und -Land ist Gesellschafter der neuen Holding, die u. a. das Diakoniewerk Osnabrück, die Evangelische Jugendhilfe, die Evangelischen Seniorendienste Osnabrück und das Diakonische Werk in Stadt und Landkreis Osnabrück umfasst. Mit diesem Zusammenschluss bündelt die Evangelische Kirche ihre diakonische Arbeit. Gerhard Töller wurde zum kaufmännischen Vorstand berufen. Superintendent a.D. Friedemann Pannen zum theologischen Vorstand bestellt. Sprecher der Gesellschafterversammlung ist Superintendent Hans-Georg Meyer-ten Thoren, Vorsitzende des Aufsichtsrates Diakoniepastorin Doris Schmidtke.

Inklusive Gottesdienste im Frühjahr 2016

Dezember 2015

Vielfalt ist willkommen. Inklusion nimmt nicht nur Lebenslagen und Recht auf Teilhabe von Menschen mit Behinderungen wahr. Vielmehr richtet sie den Blick auf die grundsätzliche Verschiedenheit von Menschen. Die Wertschätzung von Vielfalt ermöglicht, dass Menschen gut vernetzt zusammen leben, lernen, arbeiten und wohnen – und auch miteinander Kirche und Gemeinde sind. Vielfalt soll als Bereicherung erlebt werden. Menschen sind unterschiedlich. Sie haben verschiedene Bedürfnisse, Fähigkeiten und Gaben. Diese sollen zum Ausdruck kommen. Davon haben alle etwas.

Um diese Aufgabe wahrzunehmen, ist die Kontaktstelle Inklusion des Ev.-luth. Kirchenkreisverbandes Osnabrück-Stadt und -Land entstanden. Wir Mitarbeiterinnen wollen die positive Wertschätzung von Vielfalt in Kirche und Gesellschaft vorantreiben und verankern. Daher laden wir Sie herzlich zu verschiedenen inklusiven Gottesdiensten ein.

Besuchen Sie unsere Inklusionsseiten und laden Sie sich dort den aktuellen Flyer mit den Terminen im Frühjahr 2016 herunter.

Veranstaltungen inklusiv planen und durchführen

Dezember 2015

Am 23.01.2016 findet um 09.00 Uhr ein Seminar
in der Jugendherberge Osnabrück,
An der Iburgerstraße 183 A,
49082 Osnabrück statt.

Zu einem Seminartag „Veranstaltungen inklusiv planen und durchführen“ lädt die Kontaktstelle Inklusion des Ev.-luth. Kirchenkreisverbandes Osnabrück-Stadt und –Land in Kooperation mit dem Diakonischen Werk in Niedersachsen ein. Unter dem Titel „Damit jede/r kommen kann“ geht es am Samstag, den 23. Januar 2016 von 9 bis 17 Uhr um praktische Fragen bei der Planung von Gemeindeveranstaltungen, angefangen von baulicher Barrierefreiheit bis hin zur leichten Sprache. Tagungsort ist die Jugendherberge Osnabrück. Anmeldeschluss ist der 16. Dezember 2015.

Weitere Informationen gibt es hier als PDF-Download

 

Ich sehe was, was du nicht siehst:<br />Ein Dunkelgottesdienst in der Markus-Kirche Osnabrück

Oktober 2015

Am Sonntag, den 08.11.2015,
findet um 18.00 Uhr ein Dunkelgottesdienst
in der Markus-Kirche,
Am Julius-Heywinkel-Weg 2,
49076 Osnabrück statt.

Ein abgedunkelter Raum. Man sieht wenig oder gar nichts. Blinde Menschen assistieren den Besuchern. Vielleicht haben Sie schon einmal von einem "Dunkelcafé" oder einem "Dunkelrestaurant" gehört: Sehende Menschen tauchen in die Welt von Sehbehinderten ein und erleben hier, wie ihr Alltag ist.

Geht so etwas auch als Gottesdienst? Ein Gottesdienst, ohne etwas zu sehen? Ein Gottesdienst ganz im Dunkeln? Die Blindenseelsorge der Hannoverschen Landeskirche, der Kirchenkreis Osnabrück und der Osnabrücker Regionalverband des Blindenverbands laden zu einem solchen Dunkelgottesdienst in die Markus-Kirche ein.

An diesem Abend wird die Kirche vollständig dunkel sein. Blinde Menschen werden Sie in den Gottesdienstraum führen. Die Lieder, die gesungen werden, sind bekannt und einfach, so dass keine Liederzettel benötigt werden. Ein Team aus Sehbehinderten und Blinden um Landesblindenpastor Andreas Chrzanowski wird diesen Gottesdienst gestalten. Eine Ausstellung des Regionalvereins Osnabrück zeigt im Anschluss, welche Hilfsmittel es gibt, um den Alltag für blinde und sehbehinderte Menschen zu erleichtern.

Durch das punktuelle Eintauchen in die Lebenswelt von Menschen mit Sehbeeinträchtigungen und den Austausch mit ihnen, kann sich das Verständnis füreinander vergrößern. Daher freuen wir uns, wenn wir Sie am 08. November 2015 um 18.00 Uhr in der Markus-Kirche zu diesem besonderen Gottesdienst begrüßen dürfen!


Maren Mittelberg
Inklusionsbeauftragte für den ev.-luth. Kirchenkreis Osnabrück

Für bunte Vielfalt in den Kirchengemeinden

September 2015

Maren Mittelberg werde noch häufiger „den Finger in die Wunde legen“ und einfordern, dass Kirche inklusiver werden muss, vermutete Friedemann Pannen, Superintendent des Kirchenkreises Osnabrück. Umso wichtiger ist es, dass mit der Sozialpädagogin erstmals die Stelle einer Beauftragten für Inklusion im Kirchenkreis Osnabrück besetzt werden konnte.

„Inklusion ist kein Wunschtraum, sondern ein verbrieftes Recht. Dieses Recht ist immer wieder einzufordern“, ergänzte auch Doris Schmidtke, als sie Maren Mittelberg für diese Aufgabe in der St. Katharinen Kirche in ihr Amt einführte. Inklusion sei das Lob der bunten Vielfalt, so die Diakoniepastorin für den Kirchenkreisverband Osnabrück -Stadt und –Land. An der Verwirklichung dieser Vision müsse jeder mitwirken. Das hatten bereits am gleichen Tag zahlreiche Gäste des Solidaritätsfrühstücks in Bramsche getan. Viele kleine Beweise des Miteinanders waren in bunt bemalter Papierform entstanden und schmückten während des Einführungsgottesdienstes den Altarraum. Frühstücksgäste, Marktbesucher und Flüchtlinge aus dem Aufnahmelager Bramsche-Hesepe hatten unterschiedliche Figuren gestalten und zusammenhängend daraus eine Menschenkette geformt, die jetzt Symbol der Arbeit der neuen Inklusionsbeauftragten wurde. Nach der Amtseinführung von Maren Mittelberg referierte Pastorin Jutta Wendland-Park, Vorstandsvorsitzende der Rotenburger Werke der Inneren Mission. Ihr Thema: „Da kann ja jeder kommen – Kirchengemeinden auf dem inklusiven Weg.“

Die 38-jährige Dipl. Sozialpädagogin Maren Mittelberg arbeitet in der Kontaktstelle für Inklusion an der Iburger Straße 105. Sie wird die Kirchengemeinden des Kirchenkreises Osnabrück im gleichberechtigten Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung unterstützen. Dazu gehören inklusive Begegnungsfeste und Gottesdienste, sie organisiert inklusive Projekte und gemeinsamen Konfirmandenunterricht, die Beauftragte ist Ansprechpartnerin für Menschen mit und ohne Behinderung und ihrer Angehörigen und zuständig für die Weiterbildung Haupt- und Ehrenamtlicher im Sinne der Inklusion. Die halbe Stelle wird von der Evangelischen Stiftung Osnabrück finanziert.

Solidaritätsfrühstück in Bramsche

September 2015

„Diakonie ist mitten in allen Gemeinden und an allen Orten“, sagte Doris Schmidtke. Die Diakoniepastorin eröffnete mit diesen Worten das Solidaritätsfrühstück auf dem Kirchplatz in Bramsche, damit an einem Ort, wo Unterstützung und Nächstenliebe zurzeit besonders wichtig sind. Im Aufnahmelager Bramsche-Hesepe drängen sich viele hundert Flüchtlinge. Zur Solidarität rief auch Landessuperintendentin Birgit Klostermeier auf.

Der Ort für dieses Frühstück ist gut gewählt, versicherte auch Karl-Georg Görtemöller, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Bramsche. Er berichtete von großer Spendenbereitschaft und neuer Koordinierung der Spendensammlungen. „Ihre Spende kommt an die richtige Stelle“, so Görtemöller.

Was kann zusätzlich getan werden, um die Herausforderung zu meistern? fragte Ernst Gausmann, Vorsitzender des Kirchenkreistages Bramsche. Einbringen und vernetzen, dem Ziel „Zusammen besser leben“ entgegen, so Gausmann.

„Zusammen besser leben“ so auch das Jahresmotto der Diakonie im Osnabrücker Land und des Solidaritätsfrühstücks. Zusammen frühstücken ist besser als allein, wie an diesem Tag viele Menschen feststellen konnten. Sie wurden von den Diakonieausschüssen der Kirchenkreise Bramsche, Melle-Georgsmarienhütte und Osnabrück eingeladen. Bei Brötchen, Aufschnitt und Käsehappen wurde mit Marktbesuchern und Flüchtlingen geschlemmt und dabei kam man ins Gespräch. Von großer Hilfsbereitschaft und der riesigen Herausforderung, die Menschen vor der kalten Jahreszeit gut unterzubringen, berichteten Heiko Grube, Diakonie Stiftung Osnabrücker Land, und Kreisrat Matthias Selle.

Der Zeitraum bis zur Registrierung der Flüchtlinge müsse drastisch reduziert werden, forderte Brigit Klostermeier. Die Landessuperintendentin richtete ihren Appell an das Land Niedersachsen, “schnellst möglich personell und finanziell Ressourcen“ zur Verfügung zu stellen.

Neben der Flüchtlingsarbeit war die Suchtkrankenhilfe Thema des Tages. Verschiedene diakonische Einrichtungen nutzten das Solidaritätsfrühstück, um über ihre Arbeit zu informieren.

Gemüsesticks, Brötchen und Anti pasti – aufgetischt von der Schülerfirma der Hauptschule Bramsche - wurden garniert mit Tanz- und Musikeinlagen der Kinder des Hauses Elbestraße und der Grundschule Meyerhofschule. Während des Vormittags spielte die Werkstattband Klangwerk der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück.

70 Jahre Stuttgarter Schuldbekenntnis

September 2015

Gottesdienste im Osnabrücker Land zum Gedenken an die Stuttgarter Schulderklärung vom 18. Oktober 1945 und an ihren Mitverfasser Pastor Martin Niemöller (1892-1984)

„Wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben.“ Mit diesen Worten erklärte sich wenige Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Evangelische Kirche in Deutschland mitschuldig an den Verbrechen des Nationalsozialismus. Einer der Verfasser des Stuttgarter Schuldbekenntnisses war der Widerstandskämpfer Pastor Martin Niemöller, der kurz zuvor aus dem KZ Dachau befreit worden war.

Niemöllers Lebensweg ist mit dem Tecklenburger Land verbunden. Er ist auf dem alten Friedhof in Lotte-Wersen bei Osnabrück begraben.

Diakoniepastorin Doris Schmidtke und Pastor Frieder Marahrens von der Evangelischen Erwachsenenbildung Osnabrück haben einen Gottesdienst vorbereitet, der in verschiedenen Gemeinden des Osnabrücker Landes gefeiert wird, das erste Mal genau am Gedenktag 18. Oktober 2015, um 10 Uhr in Vehrte. Weitere Stationen sind u.a. die St. Katharinenkirche in Osnabrück, die St. Petri-Kirche in Melle und die Lutherkirche in Georgsmarienhütte.

Flyer mit den genauen Terminen und weiteren Informationen als PDF-Download

Eine gute Adresse für die Inklusion

September 2015

Von außen eher unscheinbar, doch deutlich erkennbar ist, was sich dahinter verbirgt. An dieser Adresse wird an einer großen Aufgabe gearbeitet, an der Inklusion. Als erste Bürogemeinschaft in dieser Form wurde die Kontaktstelle Inklusion eröffnet. Mitarbeitende der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück arbeiten hier Hand in Hand mit den Inklusionsbeauftragten für die Kirchenkreise Melle-Georgsmarienhütte und Osnabrück.

Drei neu eingerichtete Räume, vier motivierte Mitarbeitende und ein Ziel, nämlich die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung – das ist die Kontaktstelle Inklusion des Ev. –luth. Kirchenkreisverbandes Osnabrück Stadt und –Land. Diese gute Adresse für gleichberechtigtes Miteinander liegt an der Iburger Straße 105. Mit dem gemeinsamen Standort gehen die evangelische Kirche und die HHO räumlich und inhaltlich die gleichen Wege. Viele Gemeinsamkeiten seien bereits vorhanden und wenn die große Aufgabe – also das gleichberechtigte Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung - klappt, dann gäbe es das Reich Gottes schon auf Erden, meinte Joachim Böhmer, Bildungsreferent der HHO. Bis es soweit ist, wird die gleiche Richtung angesteuert und die Arbeit intensiviert.

Birgit Jaeger arbeitet mit Maren Mittelberg, neue Inklusionsbeauftragte des Kirchenkreises Osnabrück, für das grenzenlose, barrierefreie Miteinander in den Kirchengemeinden und Judith Soegtrop-Wendt und Gregor Bohnensack-Schlößer für die HHO und das Bildungsprojekt „Osnabrück Inklusiv – Wir bilden Vielfalt.“ Die Kontaktstelle ist Schaltstelle für inklusive Projekte, Beratung und Treffpunkt.

Hier gibt es immer offene Türen und zugewandte Menschen, außerdem öffne sich über der gemeinsamen Arbeit ein weiter Horizont mit neuen Möglichkeiten, versicherte Diakoniepastorin Doris Schmidtke. Zum Beispiel schnelle und effektive Unterstützung, darüber hinaus weitere Verknüpfungen der Kirchenkreise und der HHO, ergänzte Pastorin Daniela Uhrhan-Holzmüller, Vorsitzende des Diakonieausschusses Melle-Georgsmarienhütte.

Friedemann Pannen, Superintendent des Kirchenkreises Osnabrück, verdeutlichte die Zusammenarbeit farblich: ein blauer Faden für die HHO, ein gelber für die Kirchenkreise, als roter Faden zog sich der Segen Gottes durch die Kordel, die dann eine bunte, stabile Einheit bildete.

Ähnlich machten es zur Büro-Eröffnung die „Bunten Vielfalter“. Die Theatergruppe aus Hilter kochte eine Inklusionssuppe mit diesen Zutaten: Toleranz, Akzeptanz, Barrierefreiheit, guten Ideen und Humor. Eine Mischung, die äußerst gut tut.

Die Kontaktstelle Inklusion
des Ev. –luth. Kirchenkreisverbandes
Osnabrück Stadt und –Land an der

Iburger Straße 105
Osnabrück

Tel. 0541 / 58 052 742
Mobil 0171 / 8 222 901

birgit.Jaeger@evlka.de
g.bohnensack-schloesser@os-hho.de

Bischof Meister ermutigt zu Engagement für Flüchtlinge

September 2015

„Widersprechen Sie Stammtischparolen. Suchen Sie Kontakt zu den neuen Bürgern und Bürgerinnen. Laden Sie in Ihre Gemeindehäuser ein. Beten Sie für die Menschen, die kommen!“ Mit einem brieflichen Appell wendet sich Landesbischof Ralf Meister an die Menschen in den Kirchengemeinden der hannoverschen Landeskirche und ruft zu Gastfreundschaft und  ehrenamtlicher Unterstützung für die Flüchtlinge auf. Zugleich dankt er allen für den bisherigen Einsatz: „Ich danke für die Zeit, die viele von Ihnen den Menschen schenken, die zu uns kommen. Ich danke fürs Vorlesen, für Essensausgaben, Bettenaufbau, Kleidersammlungen, Übersetzen, Organisieren und anderen Dienst an vielen Stellen.“

Hier gibt es den Brief des Landesbischofs als PDF-Download

Diakonie in Stadt und Landkreis Osnabrück unter einem Dach

Gerhard Töller und Friedemann Pannen zu Vorständen der Osnabrücker Diakonie berufen

Die Evangelische Kirche im Osnabrücker Land ordnet ihre Diakonie neu. Mit der „DIOS - Diakonie Osnabrück Stadt und Land gGmbH“ wurde am 16. Juli 2015 eine Dachgesellschaft für das Diakoniewerk Osnabrück, die Evangelischen Seniorendienste Osnabrück und das Diakonische Werk in Stadt und Landkreis Osnabrück gegründet.

Gleichzeitig wurde Gerhard Töller zum kaufmännischen Vorstand der Diakonie in Osnabrück berufen. Superintendent Friedemann Pannen wurde von den Gesellschaftern zum theologischen Vorstand bestellt. Er wird sein Amt als Superintendent des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Osnabrück zum 31. Dezember 2015 aufgeben.

„Eine Marke, ein Unternehmen, ein Team – das ist Leitmotiv dieses wegweisenden Schrittes in der Diakonie Osnabrücks“, erklärte Pannen die Entscheidung.  „Wir können die vielfältigen diakonischen Angebote in Stadt und Landkreis Osnabrück jetzt aus einer Hand anbieten. Das wird vor allem den Menschen vor Ort zugute kommen“, ergänzt der Theologe.

„Die gesellschaftsrechtliche Veränderung ist eine zukunftssichernde Maßnahme, weil sie Kompetenzen stärkt und Ressourcen bündelt“, unterstreicht Gerhard Töller, kaufmännischer Vorstand der Diakonie Osnabrücks. „Wir werden damit auch weiterhin den hohen Anforderungen an die Wohlfahrtspflege gerecht werden und innovativ tätig sein können“, betont Töller, der bisher für das Diakoniewerk zuständig ist.

„Diakonie ist dem Menschen nah“, dieses Ziel wird die neue Diakonie Osnabrücks konsequent weiter verfolgen, erklärten die beteiligten Geschäftsführungen im Rahmen eines Pressegesprächs. Die Diakonie ist für Menschen in Stadt und Landkreis Osnabrück da, die Unterstützung brauchen. Ihnen wird mit den vielfältigen diakonischen Angeboten zeitnah und fachlich kompetent geholfen. Zunehmend mehr Menschen wenden sich mit komplexen Problemlagen an die Diakonie. Deshalb ist Hilfe aus einer Hand und unter einem Dach organisiert notwendig.

Zu den Hilfeangeboten der beteiligten diakonischen Gesellschaften gehören Einrichtungen der Altenhilfe, Jugendhilfe und zahlreiche Beratungsangebote wie z.B. die Sucht- oder Schuldnerberatung.

Insgesamt arbeiten unter dem Dach der „Diakonie Osnabrück Stadt und Land gGmbH“ zukünftig ca. 2.000 Beschäftigte.

Zu dem Bereich stationärer und ambulanter Altenhilfe gehören u.a. Einrichtungen in Bad Iburg und Georgsmarienhütte, Jeggen und Melle sowie Häuser in Osnabrück (z.B. die Häuser Ledenhof und Schinkel, das Küpper-Menke-Stift oder das Wohnstift am Westerberg). In der Jugendhilfe sind u.a. Einrichtungen wie das Gerhard-Uhlhorn Haus, das Haus am Schlehenbusch oder das Haus am Schölerberg Teil der neuen „Diakonie Osnabrück Stadt und Land“. Die Suchtberatungen in Melle, Georgsmarienhütte, Bramsche und Osnabrück werden ebenso zur neuen Dachgesellschaft gehören, wie die weiteren, umfangreichen Aufgabenbereiche der Beratungsdiakonie. Hierzu zählen bspw. die Psychologische Beratung, Gefährdetenhilfe, Kirchlich-Soziale Dienste oder die Telefonseelsorge uvm.

Solidaritätsfrühstück am 11. September 2015 auf dem Kirchplatz in Bramsche

Juli 2015

Landessuperintendentin Dr. Birgit Klostermeier und Kreisrat Matthias Selle werden zu Gast sein beim Solidaritätsfrühstück unter freiem Himmel in Bramsche. Im Rahmen der Woche der Diakonie 2015  laden die Diakonieausschüsse der Kirchenkreise Bramsche, Melle-Georgsmarienhütte und Osnabrück unter dem Motto „Zusammen besser leben“ zu einem informativen und unterhaltsamen Vormittag auf dem Kirchplatz ein. Die Werkstattband KlangWelt der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück heizt musikalisch ein, und leckeres Frühstück gibt es auch.

Weitere Informationen können Sie hier erhalten:
Flyer (PDF-Download)
Plakat (PDF-Download)

Altersarmut hat ein weibliches Gesicht – <br />Cornelia Rundt besucht die DiakonieStiftung Osnabrücker Land

Juli 2015

„Zum Glück gibt es private Stiftungen wie diese“, sagte Matthias Selle. Denn ihre Hilfe beginne dort, wo die staatliche aufhöre. Der Sozialdezernent im Landkreis Osnabrück meinte damit die DiakonieStiftung Osnabrücker Land. Das Stiftungskuratorium lud zur Auftaktveranstaltung und erhielt dabei durch die Fürsprache vieler Festgäste reichlich Motivation für seine Arbeit. Ehrengast und Referentin war die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt.

Seit einem Jahr gibt es die Diakoniestiftung Osnabrücker Land. Jetzt sind alle Formalitäten abgeschlossen und es wird mit der Hilfe in allen Notlagen durchgestartet. Zur Auftaktveranstaltung erhielt die Diakoniestiftung, die „in geschwisterlicher Fusion der Stiftungen Melle und Georgsmarienhütte entstanden ist“, so Kuratoriumsvorsitzender Heiko Grube, prominenten Besuch von der niedersächsischen Sozialministerin Cornelia Rundt.

Der Visite im evangelischen Familienzentrum Melle schloss sich die Stadt Melle mit einem Empfang im Rathaus und dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt an.

Das Thema des Vortrages von Cornelia Rundt traf den Kern, denn gerade in diesem Bereich wird die Hilfe der Stiftung in Zukunft gefordert sein. „Hat Altersarmut ein weibliches Gesicht?“ fragte das Stiftungskuratorium. Cornelia Rundt antwortete mit einem klaren „Ja“ und sie erläuterte das Problem.

1,23 Millionen Menschen seien in Niedersachsen von Armut bedroht, in vielen Fällen ist das Alter der Grund und in dieser Gruppe sind besonders Frauen betroffen. Cornelia Rundt nannte die Gründe dafür: Frauen verdienen weniger, sind durch Kindererziehungszeiten selten durchgehend sozialversichert, sie leben in wirtschaftlicher Abhängigkeit, pflegen Angehörige und treffen selbst keine Altersvorsorge. Besonderer Knackpunkt sind die Minjobs. „Frauen haben 59,6 Prozent weniger an Alterssicherung“, errechnete Cornelia Rundt. Mit anderen Worten: Im Alter haben Frauen nur 40 Prozent von dem, was Männern zum Leben zusteht. Das Problem der Altersarmut werde zunehmen, es sei primär weiblich und trete besonders in den alten Bundesländern auf, so Cornelia Rundt.

Ein Patentrezept, um dieses Dilemma zu beenden, gibt es nicht. Die Sozialministerin und die Kuratoriumsmitglieder der DiakonieStiftung sind sich einig, dass flexible Betreuungsmöglichkeiten, eine frauenfreundlichere Unternehmenskultur und die Bereitschaft der Männer, mehr Familienverantwortung zu übernehmen, Schritte in die richtige Richtung sind. Nicht nur die Altersarmut zur Kenntnis nehmen und darüber traurig sein, sondern entschieden dagegenwirken, so der Wunsch von Cornelia Rundt. “Wir müssen Frauen insgesamt motivieren, mutiger zu sein,“ sagte die Sozialministerin.

Die bunte Fabi feiert Geburtstag

Juni 2015

1955 hieß es Mütterschule, heute Ev. Familien-Bildungsstätte Osnabrück. Dazwischen liegen 60 bewegte, bewegende und immer bunte Jahre. Dementsprechend soll gefeiert werden und zwar bei einem Familienfest am Sonntag, 5 Juli. Der Tag beginnt um 14.30 Uhr mit einem Festakt, um 15 Uhr geht es bei vielen Aktionen für alle Generationen fröhlich weiter.

An ihrem Ziel, nämlich alle Generationen der Familie zu fördern und zu stärken, hält die evangelische Familien-Bildungsstätte (Fabi) seit 60 Jahren fest. Grundlegend gewandelt hat sich in dieser Zeit das Bild der Familie. Darauf reagierte die Fabi mit ihrem Angebot. Rund 9.000 Teilnehmern besuchen zurzeit 750 Kurse. Die Fabi versteht sich heute als umfassender Dienstleister für alle Lebensbereiche und Altersgruppen. Bei allem setzt die Einrichtung auf ein vielseitig erfahrenes Referententeam und auf starke Kooperationspartner. Das neue Jubiläums-Programmheft unter dem Titel „60 Jahre für Familien“ gibt einen Einblick in die bunte Vielfalt des Kursangebotes, die das Leben schöner und meistens auch leichter macht.

Am Sonntag, 5. Juli wird der Fabi-Geburtstag gefeiert. Um 14.30 Uhr beginnt das Fest an der Anna-Gastvogel-Straße mit kurzen Ansprachen und einer Andacht, danach (ca. 15 Uhr) öffnet sich der Vorhang für Kreatives und Spaßiges zum Mitmachen, Improtheater und vielen Nostalgiespielen wie Sackhüpfen, Murmelkiste oder Dosenwerfen.

Vortragsabend zum Thema Gender-Gleichberechtigung in der Kirche – Ein Blick auf Gegenwart und Zukunft

Juni 2015

Im Mai wurde die Ausstellung „Angekommen – Der lange Weg der Frauen ins Pfarramt“ in der Katharinenkirche Osnabrück eröffnet. Die Wanderausstellung thematisiert den beschwerlichen Weg der Theologinnen in der Evangelisch Lutherischen Landeskirche Hannover seit 1920. Am 11. Juni wurde sie mit interessanten Ansichten und Statements aus der St. Katharinenkirche verabschiedet. Die Landessuperintendentin des Sprengels Osnabrück, Dr. Birgit Klostermeier, Pastor Guido Schwegmann-Beisel und die Gleichstellungsbeauftragte der Landeskirche Hella Mahler brachten mit ihren Vorträgen die Stimmungslage und ihre Erfahrungen einem Publikum aus Osnabrück und dem Umland näher. Für die musikalische Untermalung in den Pausen sorgte das Ensemble mit Wolf Krickau, Dietrich Beinecke und Jens Cronemeyer.

Die Vorsitzende des Kirchenkreisverbandes und Diakoniepastorin Doris Schmidtke  organisierte den Abend und leitete die Moderation für die drei Vorträge. Dr. Klostermeier eröffnete die Vortragsreihe und beschrieb das Problem der Gender-Gerechtigkeit, als eine „Gleichzeitigkeit der Ungleichzeitigkeit“. „Wir lebten in einer Zeit, in der patriarchiale-traditionelle Strukturen neben Feminismus- und Transgenderdenken vorherrschten. Diese unübersichtliche Lage führe auch zur Verunsicherung in den Gemeinden, manchmal auch zu dem Wunsch, an dem Gewohnten festzuhalten. Die Gemeinden seien dennoch  aufgefordert, ihr Leitungshandeln kritisch zu betrachten und sich zu fragen, wo überkommene Geschlechtervorstellungen die Entscheidungen beeinflussen“, so die Landessuperintendentin. Sie verwies auf das Gleichstellungsrahmenprogramm des Lutherischen Weltbundes, das in dieser Hinsicht wegweisend und motivierend sei. Die Landessuperintendentin erinnerte daran, dass Gendergerechtigkeit nur „durch die Gleichstellung und ein ausgewogenes Machtverhältnis zwischen Frauen und Männern“, verwirklicht werden könne.

Im Anschluss verwies Pastorin Hella Mahler, die seit Anfang Januar 2012 Gleichstellungsbeauftragte der Landeskirche ist, in ihrem Vortrag auf die Notwendigkeit einer realistischen Bestandsaufnahme von Zahlen und Fakten rund um das Thema Gender-Gleichberechtigung. Sie betonte, dass gefühlte Wahrnehmungen zu nichts führen. „Lediglich auf Basis von Fakten können Veränderungen und zielgerichtetes Handeln hin zu mehr Gleichberechtigung unter den Geschlechtern ermöglicht werden“, so die Pastorin. Hella Mahler berichtete von ihren Erfahrungen aus den Gemeinden und Kirchenkreisen, dass Gleichberechtigung immer noch kein normales Thema darstelle. Einzelne würden die Beschäftigung mit dieser Frage als lästig empfinden, tatsächlich sei sie aber eine Chance für die Vielfältigkeit des gemeindlichen Lebens. Für die Gleichstellungsbeauftragte ist die Gender-Gerechtigkeit auch Aufgabe der Leitungsverantwortlichen in der Kirche. „Die Leitungsebene muss die Frauen gezielt unterstützen und sie in ihrem Selbstbewusstein weiter stärken, damit sie verantwortungsvolle Leitungspositionen übernehmen können“, so Hella Mahler.

Gelegenheit für eine Stellungnahme aus männlicher Sicht bekam Pastor Guido Schwegmann-Beisel, Beauftragter für die Männerarbeit im Sprengel Osnabrück. Er betonte, „dass Frauen noch nicht im Pfarramt angekommen sind. Zumindest noch nicht so, wie es sein sollte. Es gibt zu wenig Pastorinnen und das Verhältnis zwischen Pastoren und Pastorinnen ist noch nicht ausgeglichen.“ Pastor Schwegmann-Beisel und Hella Mahler waren sich einig in der Einschätzung, dass Frauen oft zögern, sich zu bewerben und sich ein hohes Amt nicht immer zutrauen. Guido Schwegmann-Beisel ist sich sicher: „Wir brauchen den Leitungsstil der Frauen, die Wahrnehmung, die Kompetenz, die Perspektive, die Sensibilität, die Leidenschaft und den Glauben der Frauen.“

Die Wanderausstellung zieht weiter und ist vom 19. Juni bis zum 12. Juli in der St. Marienkirche in Uelzen zu sehen.

Hat Altersarmut ein weibliches Gesicht?

Juni 2015

DiakonieStiftung Osnabrücker Land lädt ein zum Gespräch

Die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt ist zu Gast bei der DiakonieStiftung Osnabrücker Land. Am Freitag, den 26. Juni 2015, um 13.30 Uhr wird sie in Begleitung des Kuratoriums und der Unterstützerinnen und Förderer der DiakonieStiftung im Rathaus Melle empfangen und sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen. Danach referiert sie ab 14 Uhr im Evangelischen Familienzentrum Melle – Stadtgraben 11-13 – zum Thema „Hat Altersarmut ein weibliches Gesicht?“ Bei der anschließenden Diskussion wird es auch um Antworten der Politik und des Gesetzgebers auf diese Frage und um die Herausforderungen für die Diakonie gehen. Anmeldungen werden erbeten an franziska.hesse@dw-osl.de.

Die selbständige DiakonieStiftung Osnabrücker Land ist 2014 entstanden durch die Zusammenlegung der Evangelischen DiakonieStiftung Georgsmarienhütte und der Diakoniestiftung Melle. Vorsitzender des Kuratoriums ist Heiko Grube.

Mehr zur DiakonieStiftung finden Sie unter www.ds-osl.de

Die weibliche Seite der Reformation

Juni 2015

Ein stimmgewaltiges Männerwort von der Kanzel zählt, ihre Stimme wird gehört. Wenn Frauen über Gott, Kirche und die Welt redeten, ist das Geschwätz – so die geläufige Auffassung über Jahrhunderte. Erst vor fünfzig Jahren wurden diese Vorbehalte mit dem Pastorinnengesetz offiziell ad acta gelegt. Die Ausstellung „Angekommen“ informiert über den langen Weg dorthin. Die ersten couragierten Frauen meldeten sich bereits zur Zeit der Reformation zu Wort. Sonja Domröse stellte siebenmal diese weibliche Seite der Reformation vor.

Diese Frauen, die Sonja Domröse, Öffentlichkeitsbeauftragte im Sprengel Stade und Autorin, vorstellte, übten öffentlich Kritik, sie mischten sich ein und äußerten sich. Sie waren Autorin, Predigerin, Kirchenmutter, Lehrerin und vor allem engagierte Christinnen. Sie machten ihre Vorstellung von der Kirche und Gleichberechtigung in eigenen Schriften und Predigten weithin hörbar.

Mit Argula von Grumbach begann Sonja Domröse ihre Aufzählung der Reformationsfrauen, die sich den Lehren Luthers anschlossen und eigene Idee entwickelten. Argula von Grumbach verfasste Flugschriften und betrat damit – wie die anderen Frauen - gleich zweifach gefährlichen Boden: als Anhängerin der Reformation und als sich einmischende Frau. Die weibliche Seite der Reformation schilderte Sonja Domröse auch an den Biografien von Ursula Weyda und Katharina Zell. Elisabeth Cruciger war die erste Dichterin der Reformation und Elisabeth von Callenberg – Göttingen verfasste eine Klosterordnung und ein Ehestandsbuch. Frauen wie diese gerieten durch ihre Meinungsäußerung ins Kreuzfeuer von Staat und Kirche.

Zum Abschluss der Ausstellung „Angekommen“ geht es um die künftigen Möglichkeiten des Predigtamtes für Frauen und die Vereinbarkeit mit den Aufgaben als Mutter. Referentin ist Landessuperintendentin Birgit Klostermeier.

Die Finissage findet statt am:
Donnerstag, 11. Juni um 18 Uhr in der St. Katharinenkirche, Osnabrück.

Angekommen in Talar und Gemeindeleitung – Ausstellung in St. Katharinen, Osnabrück

Mai 2015

Frauen im Pastorentalar sind heute nichts Ungewöhnliches. Sie versehen ihren Dienst in der Verkündigung, Seelsorge und Gemeindeleitung genauso wie Männer. Pastorinnen sind „angekommen“ – auf der Kanzel und in der Gesellschaft. Eine Ausstellung in der St. Katharinenkirche Osnabrück zeigt den beschwerlichen Weg der Theologinnen in dieses Amt und sie erinnert an die erste Landessuperintendentin Doris Janssen-Reschke, die den Sprengel Osnabrück leitete.

„Angekommen“ – so der Titel der Wanderausstellung, die am Donnerstag, 21. Mai in der Katharinenkirche eröffnet wird. Seit der Reformation melden sich Frauen zwar verstärkt in der Kirche zu Wort, die Ordination und Kirchenleitung blieb ihnen allerdings 450 Jahre lang verwehrt. Die Ausstellung „Angekommen“ wurde zum 50. Jahrestag der Einführung des Pastorinnengesetzes  am 1. April 1964 konzipiert. Sie zeigt die Geschichte der Theologinnen in der Evangelisch Lutherischen Landeskirche Hannovers seit 1920 bis heute auf. Auch aktiv können Besucherinnen und Besucher die Stationen der ersten Theologinnen nachempfinden.

Zur Ausstellungseröffnung „Angekommen“ werden Pastorin Johanna Schröder, Konvent Evangelischer Theologinnen, und Pastor Hannes Meyer-ten Thoren, stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Osnabrück, sprechen. Den Vortrag hält Agnieszka Dodfrejow-Tarnogorska, Warschau, Koordinatorin des Lutherischen Weltbundes in Osteuropa. Ihr Thema: „Da ist nicht männlich und weiblich - Gendergerechtigkeit in Bibel und Gegenwart“.

Die Ausstellung wird am Donnerstag, 21. Mai um 18 Uhr in der St. Katharinenkirche, Osnabrück, eröffnet.

Buchvorstellung "Orte der Reformation" am 22. April im Lutherhaus

April 2015

„Orte der Reformation“ unter diesem Titel ist ein sehenswertes und informatives Buch für Osnabrück erschienen. Prof. Dr. Martin Jung von dem Evangelischen Institut der Universität Osnabrück und Superintendent Friedemann Pannen haben diesen Band in der gleichnamigen Reihe der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig herausgegeben.

Dieses Buch soll am Mittwoch, dem 22. April durch Landessuperintendentin Dr. Birgit Klostermeier präsentiert werden. Bei der Buchpräsentation würdigen Prof. Jung, Domkapitular Molitor und Oberbürgermeister Griesert das Ereignis „500 Jahre Reformation Osnabrück“.

Zu dieser Veranstaltung, die um 18.30 Uhr im Lutherhaus (Arndtstr. 20) beginnen wird, lädt der Kirchenkreis Osnabrück herzlich ein. Weitere Informationen zu dem Buch finden Sie hier: www.eva-leipzig.de/Osnabrueck


Einladungskarte

Antwortkarte zum Selbstausfüllen (im Adobe PDF-Reader öffnen)

Zur Halbzeit ein Energieschub für die Kirchenvorsteher

April 2015

„Erfrischung und Orientierung“ versprach der Superintendent und Vorsitzende des evangelischen Kirchenkreisverbands Osnabrück-Stadt und –Land in der Einladung zum Netzwerktreffen in der Heilpädagogischen Hilfe in Osnabrück. Unter dem Motto „Halbzeit! 1:0 für die KV-Arbeit“ konnten sich Kirchenvorsteher in verschiedenen Workshops einen neuen Energieschub für die zweite Hälfte ihrer Legislaturperiode holen. Da die Veranstaltung die Situation in deiner Mannschaftskabine in der Spielpause nach der ersten Halbzeit nachstellte, berichteten vier Kirchenvorsteher in einem Interview, wie sie beispielsweise auch Durststrecken bewältigt hätten.

„Bei diesem Workshop ist es das Ziel, sich über das Prinzip des Tangos auszuprobieren, und die dabei gemachten Erfahrungen in die KV-Arbeit zu transferieren“ erklärte Manfred Büsing, der den Tango- Workshop gemeinsam mit Sandra Deike leitete. Während sich die Teilnehmer zur Tangomusik durch den Raum bewegten, munterte Büsing sie auf: „Hier dürfen sie zwei Dinge, die sie sich in der KV-Arbeit eigentlich nicht leisten können: Rückschritte machen und sich gehen lassen.“ Ebenfalls auf dem Programm standen rückwärtsgehen, kollidieren und stehen bleiben. Büsing erklärte auch „ Bedenken Sie, Umwege erweitern die Ortskenntnis.“

Um die Qualität der Zusammenarbeit ging es im Workshop „Das Kirchenamt – zwischen Anspruch und Wirklichkeit?“ Hier stellte sich Detlev Kusserow, Leiter des Kirchenamtes Osnabrück, den Fragen und Anliegen der Kirchenvorsteher. Diese stellten unter anderem fest, dass es trotz der Fusion der drei Kirchenkreise immer noch sehr verschiedene Richtlinien und Strukturen gebe. Außerdem empfanden viele die Struktur des Kirchenamtes als sehr unübersichtlich. Sie wünschten sich Regionalbeauftragte, die als Lotsen zwischen den Vorstehern und dem Amt fungierten. Kusserow gab zu bedenken: „Ein Regionalbeauftragter wird bei 99 Prozent der Dinge selbst nachfragen müssen.“ Und bei der Einführung des Mindestlohns hätte sich eine Reihe von Kirchenvorsteher mehr Unterstützung seitens des Amtes gewünscht. Kusserow entschuldigte sich: „Diese Verfügung hat uns auf dem falschen Fuß erwischt.“

Ganz andere Themenfelder standen im Mittelpunkt des Workshops „??? Gesucht ….. Gewinnung Ehrenamtlicher“. In der Feedback-Runde am Ende stellten ihre Workshop-Teilnehmer fest, dass die Chancen, jemanden zu finden, größer seien als zuvor gedacht. Vor allem, wenn es um konkrete Projekte geht.

Von Claudia Sarrazin

Eindrücke von der Veranstaltung:

Diakonie mit starkem Auftritt

Februar 2015

Umfassende Hilfe ist oft nur einen Klick entfernt. Ganz besonders mit Hilfe dieser Homepage, mit der sich die über 40 Träger diakonischer Einrichtungen in Osnabrück Stadt und Land präsentieren. Von diesem umfassenden Spektrum profitieren die Menschen in und rund um Osnabrück.

Wer die Seite www.diakonie-osnabrueck.de aufruft, bekommt genau die individuelle Hilfe, die gerade gebraucht wird, und die im Bedarfsfall möglich ist. Die erste gemeinsame Homepage der Konferenz der Diakonie, in der sich die diakonischen Einrichtungen in und um Osnabrück zusammenschlossen, zeigt diese breite Vielfalt auf und vermittelt umfangreiche Informationen. 186 Einrichtungen sind schnell und übersichtlich zu finden, fast alle sind mit ihrer eigenen Homepage verlinkt, berichtet Andreas Ströker, der den ersten gemeinsamen Auftritt in der Konferenz der Diakonie vorstellte.  „Es ist ein Verbraucherorientierter Auftritt, das heißt: eine Internetpräsenz, die auf die Menschen ausgerichtet ist, die Hilfe, Beratung und Orientierung suchen“, ergänzt Gerhard Töller, stellvertretender Vorsitzender der Konferenz der Diakonie.

Deshalb sei das Herzstück der Seite der Suchbereich, erläutert Andreas Ströker. Von A wie Altenpflege bis Z wie Zusammenarbeit der Selbsthilfegruppen wird jeder Besucher fündig, darüber hinaus gibt es Stichwortsuchen nach Orten, Fachgebieten, Einrichtungen  und gewünschten Ansprechpartnern.

Der neue Internetauftritt informiert auch über den Leitgedanken der Diakonie und Grundsätzliches, er definiert die Vielfalt diakonischer Möglichkeiten für alle Generationen und stellt auch die Chancen eines sinnvollen Ehrenamtes in der Diakonie vor. Aktuelle Nachrichten sind ebenfalls auf einen Blick zu finden.

www.diakonie-osnabrueck.de

Halbzeit 1:0 für die KV-Arbeit

Januar 2015

Verehrte, liebe Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher,

gleich, wie es zur Halbzeit in Ihrem KV steht, Sie haben gewonnen: Mit neuen Herausforderungen und Erfolgen in einem angesehenen Leitungsamt unserer Kirche.

In der Halbzeit dieser KV-Legislaturperiode sind für uns alle zwei Dinge angesagt: Erfrischung und Orientierung. Im professionellen Sport bekommen Spielerinnen und Spieler in der Halbzeit eine Massage zur Entspannung. Nehmen Sie die Einladung zu diesem KV-Tag im März als ein Entspannungsangebot. Und nehmen Sie sich in der Halbzeit „voll Zeit“ für Fragen: Welche Ziele haben wir erreicht, wo müssen wir nachlegen oder den Gang rausnehmen, innehalten, umkehren.

Halbzeit ist gute Zeit, unseren Auftrag positiv zu erinnern: Die Kirchengemeinde vor Ort zu führen – verlässlich, demokratisch und durchschaubar. Mit Gottvertrauen so dankbar wie möglich.

Ich freue mich auf diesen KV-Tag im Osnabrücker Land. Ich freue mich auf Sie in Sutthausen. Ihr Wolfgang Loos

Programm

  • 16:30 Uhr
    Fitmacher in der Halbzeitpause – Ankommen –
  • 17:00 Uhr
    Begrüßung: Zu Atem kommen
    (Landessuperintendentin Dr. Birgit Klostermeier)
  • 17:30 Uhr
    Spielpause – Blick auf die erste Halbzeit
  • 18:00 Uhr
    Stärken: Abendessen
  • 18:45 Uhr
    Auftanken für die 2. Halbzeit
    Workshop-Angebote (siehe Rückseite)
  • 20:45 Uhr
    Anpfiff für die zweite Spielzeit
    Reisesegen (Superintendent Wolfgang Loos)

Veranstaltungsort 
Heilpädagogische Hilfe Osnabrück

Industriestr. 17
49082 Osnabrück

Noch Fragen?
Antworten bekommen Sie bei Diakonin/Freiwilligenmanagerin

Cornelia Poscher
Tel. 05424-804756,

cornelia.poscher@kkmgmh.de

Die Teilnahme ist kostenlos!


Den Flyer „Halbzeit 1:0 für die KV-Arbeit“ mit allen Terminen und Informationen als PDF-Download finden hier.

Bunte Vielfalt – Inklusion bereichert alle Gottesdienstreihe im März 2015

Januar 2015

Mit acht Gottesdiensten im Osnabrücker Land nimmt die Evangelische Kirche im März 2015 das Thema Inklusion in den Blick. Von Vörden im Norden des Kirchenkreises Bramsche über die St. Katharinenkirche in Osnabrück bis Melle-Neuenkirchen im Südosten des Kirchenkreises Melle beteiligen sich Kirchengemeinden an der Initiative „Bunte Vielfalt –ein neuer Schritt auf dem Weg zur Inklusion“.

Mit Musik, Theater und Tanz werden in den Gottesdiensten unterschiedliche Sinne angesprochen und so den Gottesdienstbesuchern und -besucherinnen die Verkündigung des Wortes Gottes nahe gebracht. Neu ist in diesem Jahr die Möglichkeit, an Andachten in den Werkstätten der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück teilzunehmen, und zwar am 5. März 2015 um 10 Uhr in Osnabrück-Sutthausen und am 13. März um 12 Uhr in Melle.

Diakoniepastorin Doris Schmidtke und Inklusionsbeauftragte Birgit Jäger haben die Gottesdienstreihe zur Inklusion im März letzten Jahres initiiert. „Natürlich gilt die theologische Aussage, dass grundsätzlich alle Gottesdienste für alle Menschen offen und damit inklusiv sind. Aber tatsächlich gibt es viele Hindernisse auf dem Weg zur Inklusion. Das fängt mit baulichen Voraussetzungen an – längst nicht alle Kirchen sind barrierefrei – und hört mit dem fehlenden Gebärdendolmetscher noch lange nicht auf“, so Doris Schmidtke. Inklusive Gottesdienste erfordern eine besondere, auch zeitintensive Vorbereitung. Darum ist es hilfreich, dass sich die Verantwortlichen in den Kirchengemeinden in kleinen Schritten der Herausforderung „Inklusion“ stellen.

Unterstützt werden sie dabei im Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte durch die Inklusionsbeauftragte Birgit Jaeger. Auch im Kirchenkreis Osnabrück ist aktuell eine Stelle für die Inklusionsberatung ausgeschrieben. Denn Inklusion ist eine Herausforderung, der sich die evangelische Kirche aus christlicher Überzeugung stellt. Zugleich ist Inklusion geltendes deutsches Recht. Die Bundesrepublik Deutschland ist dem „Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung“ am 30. März 2007 beigetreten.

Den Flyer der Diakonie „Bunte Vielfalt – ein neuer Schritt auf dem Weg zur Inklusion“ mit allen Terminen als PDF-Download finden hier.

Konferenz diskutiert Vernetzungen

November 2014

Aktuelle Entwicklungen, Vernetzungen und die Situation in verschiedenen Einrichtungen waren Themen der Sitzung der Konferenz der Diakonie. Vorstandsmitglieder, die rund 40 diakonische Einrichtungen in Stadt und Landkreis Osnabrück vertreten, trafen sich im Heywinkel Haus. Als Gäste und mit neuen Aufgabengebieten stellten sich Lore Julius und Dr. Matthias Jung vor.

Dass die Stelle des Pastoren im Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt in der Region Osnabrück mit Dr. Matthias Jung neu besetzt wurde, eröffnet den diakonischen Einrichtungen neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Kurz nach seinem Amtsantritt stellte sich Matthias Jung den Mitgliedern der Konferenz vor. Es wurde erörtert, auf welchen Ebenen sich neue, gemeinsame Wege anbieten könnten. Zum Beispiel in der sozialen Beratung in den Betrieben, in denen diakonische Beratungsstellen bereits aktiv sind. Mit einer Vernetzung des Aufgabenfeldes von Jung erhoffen sich die Diakonievertreter noch effektiveres Arbeiten. Weitere Themenbereiche sind „Arbeit und Armut“ und das Projekt Altera. Mit „Altera – Die andere Seite“ will die Konferenz demnächst in die Offensive gehen. Führungskräfte aus Dienstleistungs- und Wirtschaftsunternehmen lernen bei Altera die andere Seite kennen, das heißt: sie arbeiten auf Zeit in der diakonischen Pflege. „Wir wollen die Erwerbsarbeit innen so gestalten, wie Kirche sich nach außen präsentiert“, so Matthias Jung.

Weiterer Gast bei der Konferenz war Lore Julius. Die Pastorin aus Melle ist neue Vorsitzende des Kuratoriums im Evangelischen Dorfhelferinnenwerk im Bereich Melle-Wittlage-Osnabrück. 16 Dorfhelferinnen sind in diesem Gebiet unter der Leitung einer hauptamtlichen Einsatzorganisatorin unterwegs. Die Arbeit in Problemfamilien und belastende Einsätze häufen sich, teilte Lore Julius mit. Umso wichtiger sei deshalb der Austausch innerhalb des Teams und mit den Kuratoriumsmitgliedern.

Das Modellprojekt „Regionalbeauftragte für die Diakonie“ wurde von Friedemann Pannen vorgestellt. Ziel sei die Vernetzung diakonischer und freier Träger auf regionaler und kommunaler Ebene. Zum anderen gehe es darum, eine möglichst starke Interessensvertretung zu bilden. Mit dem Einsatz eines Regionalbeauftragten sollen diese Verbindungen gestärkt werden.

Um Austausch und Verbindungen ging es auch im Bericht von Doris Schmidtke, Vorsitzende der Konferenz der Diakonie. Sie stellte mit Administrator Andreas Ströker das Layout eines Internetauftritts vor. Die neue Website der Konferenz der Diakonie geht Mitte Februar ins Netz. Diakonische Einrichtungen innerhalb der Konferenz sind mit Informationen und ihrem eigenen Auftritt verlinkt. Darüber hinaus gibt es Aktuelles aus der Diakonie und den Kirchenkreisen.

Auch nach dem Ende der Fotokampagne bleibt die Seite „Wir sind Familie im Osnabrücker Land“ (www.wir-sind-familie-os.de ) frei geschaltet. Familien sollen in den Mittelpunkt gerückt und in allen Formen des familiären Zusammenhalts wahrgenommen werden, so Doris Schmidtke.

Begeisterung Voraussetzung für Erfolg – Neuer Fundraiser im Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte

November 2014

Bissendorf.
Fundraising sei weit mehr als Kollekten sammeln und Geld eintreiben, meint Johannes Schrader. „Fundraising ist auch die Begeisterung für die Kirche. Damit werden ganz neue Wirkungsfelder erschlossen,“ so der neue Fundraiser des Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte. Der 37-Jährige trat die Nachfolge von Gustav Kriener an. Sein Büro ist im Kirchenamt der Ev.-Luth.-Kirche für Stadt und Land Osnabrück.

Ist ein Fundraiser im kirchlichen Dienst ein Spendeneintreiber? Nein, das wäre viel zu kurz gedacht, versichert Johannes Schrader. Er fasst also seine künftige Aufgabe im Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte wesentlich weiter. Selbstverständlich gehe es auch darum, Finanzmittel zu nutzen und möglichst aufzustocken. Dazu wird er Kontakte innerhalb und außerhalb der Gemeinden knüpfen oder erweitern. Im Mittelpunkt stehen für Schrader zuerst die Menschen.

Spendenmittel dienen nicht als Selbstzweck, denn kirchliche Arbeit sei immer der Dienst am Menschen. Für Johannes Schrader ist die Begeisterung für die Kirche Voraussetzung für ein erfolgreiches Fundraising. Die Förderung und Qualifizierung Ehrenamtlicher nennt er als einen Schwerpunkt seiner Arbeit, „weil Kirche Ehrenamt ist“. In Spendenprojekten aktive Gemeinden sollen unterstützt und weniger aktive auf den Weg gebracht werden. „Ich möchte alle 21 Gemeinden im Kirchenkreis bei ihren Ideen unterstützen, neue einbringen und ihre Begeisterung aufnehmen“, so Schrader. Auch die Einführung des freiwilligen Kirchgeldes in allen Gemeinden liegt dem Fundraiser am Herzen.

Vor fünf Jahren wurde im damaligen Kirchenkreis Georgsmarienhütte erstmals die Stelle eines Fundraisers besetzt. Johannes Schrader bringt privates Engagement in der Jugendarbeit und breit gefächerte berufliche Erfahrung in die neue Aufgabe ein. Der gebürtige Oldenburger studierte Jura in Berlin, machte eine Ausbildung zum Fundraiser und arbeitete in gemeinnützigen Organisationen und als Stiftungsreferent.

Artikel von Bärbel Recker-Preuin,
veröffentlicht in Neue Osnabrücker Zeitung am 23.10.2014

Menschen 2. Klasse – mitten unter uns: Ev.-luth. und Ev.-ref. Kirchen befassen sich mit der Situation der Billig-Arbeitsmigranten

November 2014

Unterkünfte, die jeder Beschreibung spotten, billiger Lohn für harte Arbeit, mangelhafter Krankenversicherungsschutz, Menschen in Angst, die nicht um ihre Rechte wissen: Wie die Spitze des Eisbergs künden manchmal Zeitungsartikel von der Lage der Arbeitsmigranten aus Rumänien und Bulgarien bei uns.

Der Vorstand des Ev.-luth. Kirchenkreisverbandes im Osnabrücker Land und das Ev.-ref. Moderamen Emsland-Osnabrück hatten sich vorgenommen, einmal genauer hinzuschauen. So luden sie zu ihrer gemeinsamen Konferenz am 11. November auch Daniela Reim und Mariya Krumova nach Osnabrück ein. Die beiden Frauen arbeiten in der „Beratungsstelle für mobile Beschäftigte“, mit einem Bulli fahren sie vor die Schlachthöfe und Industriestandorte in Weser-Ems und bieten den ArbeiterInnen Beratung in der Muttersprache an. „Oft sehe ich richtige Angst in den Augen von Vorarbeitern, wenn die sehen, dass ich die Arbeiter in der Muttersprache ansprechen kann“, so Daniela Reim, die gebürtige Rumänin ist. „In der Heimat haben die Leute die allerbeste Meinung über Deutschland, gehen davon aus, dass hier Recht und Ordnung gelten.“ Vor Ort merken sie dann mit der Zeit, dass sie nicht beim deutschen Unternehmen selbst, sondern am Ende einer Kette von Subunternehmern angestellt sind, die alle vom Lohn etwas einbehalten. „Auch die Unterkunft stellt der Arbeitgeber, zieht die Miete gleich vom Lohn ab, dazu noch allerlei nebulöse Kosten, wie zB ‚Hygienemaßnahmen‘ usw. Wer sich über die Unterbringung beschwert, verliert schnell den Arbeitsplatz gleich mit.“

Die harte Arbeit in kalten Räumen, in der Fleischindustrie üblich, zieht Erkrankungen nach sich. Doch wenn die ArbeiterInnen krank werden, stellen sie fest, dass die Krankenversicherung für sie in Bulgarien abgeschlossen wurde – und für Arztkosten in Deutschland nicht aufkommt. Pastor Tuschling aus Osnabrück erinnerte daran, dass die „Kette von Subunternehmern“ die Grenze zum Menschenhandel verschwimmen lässt – und genauso wie für die Billigarbeit auch für die Prostitution „frische Menschenware“ heranschafft. Ein Problem im Großraum Osnabrück.

„Hier ist richtig viel zu tun – es sind unmögliche Zustände. Aber das weiß in der Öffentlichkeit kaum jemand“, fasst die bulgarische Beraterin Mariya Krumova zusammen. „Es wäre ein erster Schritt, wenn Sie diese Probleme in Ihren Gemeinden bekannt machen würden“, richtete sie sich an die evangelischen Regionalvorstände.

Superintendent Loos nahm die Anregung auf: „Ich bin erschüttert. Wir haben heute ein Phänomen zur Kenntnis genommen, das uns noch viel zu unbekannt ist – wir als Kirche müssen uns damit mehr beschäftigen.“ Und Präses Ilse Landwehr nahm in Aussicht, dass die reformierte Bezirkssynode sich baldmöglichst mit dem Thema befassen werde.

Größere Beachtung diakonischer Felder gewünscht

November 2014

Sich kennen lernen, mehr voneinander wissen, diskutieren und gemeinsame Wege finden – das waren die triftigen Gründe für ein Treffen von Geschäftsführern diakonischer Einrichtungen in und um Osnabrück mit den Synodalen aus dem Sprengel Osnabrück. Die Konferenz der Diakonie, der 40 diakonische Einrichtungen angehören, lud dazu ein.

Die Anforderungen in der Diakonie steigen, während die Leistungsvergütungen stagnieren. Dieses Problem ist nicht neu, erst recht nicht für die Mitglieder der Landessynode. Genaue Einblicke sind im besonderen Maße gefordert, denn Synodale sind Entscheidungsträger und stellen die Weichen künftiger Arbeit. Sieben leitende Vertreter diakonischer Einrichtungen aus Osnabrück, Syke und Diepholz nutzten deshalb das Treffen mit den Synodalen im Sprengel Osnabrück, um sich, ihre Einrichtungen und die Schwierigkeiten diakonischer Arbeit zu erörtern.

Mit den Angeboten der diakonischen Einrichtungen werden viele Menschen erreicht, weitaus mehr als in den Kirchengemeinden. Diakonische  Arbeit werde vom frühkindlichen Alter bis zum Tod und häufig in schwierigsten Lebensphasen angeboten und erfahre hohe Anerkennung, diakonische Arbeit sei eine Bereicherung für Hilfesuchende und Mitarbeitende gleichermaßen. „Wir sind auf dem Markt“, wie es die Diakonieleiter ausdrückten. Auch die evangelische Kirche profitiere von dieser positiven Wirkung der Diakonie. Gerade deshalb sollte die diakonische Arbeit mehr Unterstützung als bisher erfahren, so die Diakonie-Geschäftsführer. „Durch Armutsarbeit kann man sich schlecht finanzieren, man braucht Unterstützung“, so eine Meinung. Die Diakonie-Vertreter baten die Synodalen darum, diakonischer Arbeit mehr Beachtung in der synodalen Arbeit zu schenken.

Ein Aspekt dieser gewünschten Mehrbeachtung sollte die Mitarbeiterschaft betreffen, meinte Doris Schmidtke. „Wir müssen Mitarbeitende sprachfähiger machen,“ so die Vorsitzende der Konferenz der Diakonie. Das heißt: den christlichen Geist fördern, die Motivation anregen und dabei das evangelische Profil in den diakonischen Einrichtungen stärken. Dafür müsse die verfasste Kirche ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stellen.

Gerhard Töller, Geschäftsführer des Diakoniewerkes Osnabrück, berichtete über Netzwerke mit anderen Anbietern, gebündelte Trägerschaften im Kirchenkreisverband und mögliche neue Strukturen in Form einer Holding mit unschiedlichen Diakonischen GmbH. „Größere Zusammenschlüsse liegen voll auf der Linie der Landeskirche“, bestätigte der Diepholzer Synodale Bodo von Bodelschwingh. Um dauerhaft wirtschaftlich arbeiten zu können, sei auf der Seite der Unternehmensführungen strukturiertes Vorgehen mit klaren Maßgaben erforderlich, auf der anderen Seite den Hilfe suchenden Menschen gegenüber Verlässlichkeit, mitfühlende und liebevolle Zuwendung.

Evangelische Minderheit stark in der Diakonie Polen

Oktober 2014

„Der Glaube überwindet Grenzen und er bringt Menschen zusammen,“ sagte Wanda Falk in der Andreas Kirche, Hollage. Das beste Medium dieser Glaubensverbindungen sind für die Generaldirektorin der polnischen Diakonie die persönlichen Begegnungen. Beim Jahresfest der GAW Hauptgruppe wurde das praktiziert.

„Evangelisch in Polen“ unter dieser Überschrift stand das Jahresfest der Regionalgruppe Osnabrück dem sich der Kirchenkreis Osnabrück anschloss. Ehrengast des zweitätigen Treffens in der Andreas Gemeinde, Wallenhorst-Hollage, war Wanda Falk, Generaldirektorin der Diakonie in Polen. Sie referierte über die Situation der evangelischen Christen in Polen. Nur 70.000 Menschen (0,2 % der Gesamtbevölkerung)  gehören dem evangelischen Glauben an. Über viele Jahre sei die evangelische Konfessionszugehörigkeit mit Diskriminierungen verbunden gewesen. „ Evangelisch heißt deutsch sein und mit dem zweiten Weltkrieg in Verbindung stehen,“ so Wanda Falk.

Trotz der geringen Zahl der Evangelischen und den Vorbehalten leistet die kleine Kirche besonders auf diakonischem Gebiet Beachtliches, berichtete die Diakonieleiterin. Schwerpunkte der Arbeit sind Familie, Menschen mit Behinderung, Senioren und Kranke. 12 Pflege- und 55 Diakoniestationen stehen in diakonischer Trägerschaft. 600 Hauptamtliche, 100 Nebenamtliche und 1000 Ehrenamtliche arbeiten in den diakonischen Einrichtungen, 21.000 Menschen werden unterstützt und betreut. Kirchensteuern gibt es in Polen nicht, die Diakonie finanziert sich allein durch Spenden. Wanda Falk sprach auch das Problem der „Eurowaisen“ an, Kinder, die von den Eltern in Polen zurückgelassen werden, um im Ausland arbeiten zu können. Über 50 % der Frauen sind arbeitslos, ca. 120.000 polnische Frauen arbeiten als Pflegerin oder Haushaltshilfe in Deutschland. „Die Ökonomie ist das eine, das Leben der Familie die andere Seite“, so die Theologin.

Wanda Falk erinnerte an die Millionen Christen, die vor Gewalt und Terror fliehen. “Sie haben ein Recht auf unsere offenen Herzen,“ so die Diakonie-Direktorin. In einer eindrucksvollen Predigt stellte sie die Einheit der Christen in den Vordergrund. Die Vielfalt des Glaubenslebens und angeregte Diskussion sie eine Bereicherung, allerdings: „Diese Aufspaltung der Kirche wäre für den Apostel Paulus unvorstellbar.“

Wanda Falk dankte der Hauptgruppe Osnabrück für ihren Einsatz für Diasporagemeinden in aller Welt. Dem schlossen sich Wilhelm Hüffmeyer, Präsident des GAW Deutschland, und Rainer Kiefer, Oberlandeskirchenrat Hannover, an. Die Hauptgruppe hilft mit 12.000 Euro in sieben Gemeinden. Eine davon ist Ostroda, Polen, wo eine Kapelle, Gemeinderäume und ein Tageszentrum für Demenzerkrankte eingerichtet werden. Mit einer Aufstockung des Spendenvolumens könnte die Bedeutung des GAW und damit die Hilfe für versprengte Gemeinden erhöht werden, so Wilhelm Hüffmeyer. Der GAW-Präsident und der Vorsitzende der Hauptgruppe, Hartmut Giesecke von Bergh, verbanden diese Bitte mit der Werbung um neue Mitglieder.

Fundraiser verlässt Kirchenkreis Melle-GMHütte

September 2014

Nach fünf Jahren verlässt mit Gustav Kriener der erste Fundraiser im Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte das Osnabrücker Land. Die ehemalige Superintendentin des Kirchenkreises, Doris Schmidtke, hatte sich sehr für die Schaffung des Postens eingesetzt. Mit Erfolg: Die Idee hat sich in der evangelischen Kirche der Region durchgesetzt. Inzwischen gibt es auch im Kirchenkreis Osnabrück eine Fundraiserin.


Herr Kriener, was ist ein Fundraiser?
Jemand, der von einer sozialen, gemeinnützigen oder kirchlichen Organisation beschäftigt wird und Spendenmittel einwirbt. Und Spenden heißen im kirchlichen Bereich fast immer „Freiwilliges Kirchgeld“. In der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers und damit auch im Kirchenkreis Melle-GMHütte gibt es die Tradition des Kirchgeldes. Die einen Gemeinden erheben es als Ortskirchensteuer, die anderen werben um ein freiwilliges Kirchgeld.

Das ist dann der Brief, der einmal im Jahr gleich mit Blanko-Überweisungsträger ins Haus flattert?
Genau. Und eine der Aufgaben des Fundraisers ist es, die Gemeinden zu beraten und zu begleiten, wenn sie zum Beispiel von der Ortskirchensteuer als Pflichtabgabe auf die freiwillige Gabe umstellen möchten. Da geht es auch darum: Wie sind die Einnahmeerwartungen? Werden mehr oder werden weniger Leute mitmachen?

Wie ist die Erfahrung?
Bei der Umstellung auf freiwilliges Kirchgeld werden zu Beginn insgesamt weniger Leute etwas geben, aber diese wenigen geben mehr. In der Regel liegt die Ortskirchensteuer jährlich bei 12 Euro. Die Durchschnittsspende in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers liegt bei weit über 20 Euro. Aber Fundraising ist nicht in erster Linie das Mobilisieren von Geld, sondern Beziehungsaufbau und Beziehungspflege. Es hat etwas mit dem Herzen zu tun, im kirchlichen Sinne also mit der frohen Botschaft. Die Ev.-luth. Kirche tut sehr viel Gutes: Möglichst viele Menschen mitzunehmen und zu sagen, wir wollen gemeinsam mit Euch etwas schaffen, ist der eigentliche Zweck des kirchlichen Fundraisings. Das Geld ist nur ein Hilfsmittel. Die Kirchengemeinden häufen das Geld ja nicht an. Es ist zum Verwirklichen einer Idee da. Deswegen haben wir Fundraiser zwar viel mit Geld zu tun, aber nicht um Reichtum zu erzeugen, sondern um sinnvolle Projekte umzusetzen, beispielsweise in der Diakonie.

Dennoch hören Sie sicher oft die kritische Frage: Jetzt zahle ich schon so viel Kirchensteuer. Wieso soll ich da noch etwas obendrauf legen?
Das, was ich als Spender meiner Kirchengemeinde gebe, bleibt auch bei meiner Kirchengemeinde. Die Kirchensteuer vom Lohn erhält die Landeskirche und wird dort nach einem bestimmten Vergabeschlüssel auf die Kirchenkreise verteilt. Die Steuer ist die finanzielle Grundlage der Kirche und damit unverzichtbar. Das freiwillige Kirchgeld ist viel konkreter, wenn Sie so wollen: lokaler. Außerdem kann ich bei der freiwilligen Gabe selber entscheiden, ob, wie viel und wofür ich spende.

Andersherum gedacht, denkt mancher sicher: Die Kirchensteuer mit ihrer Verpflichtung und ihrem Automatismus ärgert mich. Da spende ich doch lieber für konkrete Projekte. Was sagen Sie denen?
Genau diese konkreten Projekte bieten wir ja, wenn wir beispielsweise darauf hinweisen, dass der Kirchturm vom Einsturz bedroht ist und wir ihn mit eigenen Mitteln nicht sanieren können.

Womit wir bei Bad Laer und der Aktion „Ein Herz für unsere Kirche“ wären. Haben Sie das Projekt entwickelt?
Ich habe die Gemeinde während der gesamten Aktion begleitet. Vertreter der Dreifaltigkeitsgemeinde Bad Laer-Glandorf waren auf mich zugekommen und haben gesagt, wir haben einen Notstand, wir müssen die Kirche und das Gemeindezentrum dringend renovieren und wir haben nicht genug Geld. Dann haben wir uns zusammengesetzt und viel geplant und diskutiert. Als die Grobplanung für die Renovierung fertig war, hatte die Gemeinde den Mut zu sagen: Wir trauen uns zu, 50000 Euro als Spenden einzuwerben. Sie sehen, beim Fundraising braucht man Mut, man muss auf eine Reise gehen wollen. Dann haben wir gemeinsam in einem Team die Fundraising-Kampagne „Ein Herz für unsere Kirche“ entwickelt.

Wer war im Team?
Drei Ehrenamtliche, ein Vertreter des Kirchenvorstands und Pastor Keding.

Welche Aktionen kamen besonders gut an?
Das war einmal das riesige Spendenbarometer am Kirchturm: So konnte jeder in Bad Laer sehen: Wo sind die jetzt gerade, wie viel Spenden haben sie und wie viel brauchen sie noch. Das zweite waren selbst gebastelte Spendendosen in Kirchenform, die an Privatpersonen und lokale Unternehmen gingen. So konnte man die Kampagne schon beim Brötchenholen erleben. Begonnen und beendet haben wir die Kampagne mit einem Gottesdienst am Ostermontag. Zwischendrin gab es einen „Halbzeit“-Gottesdienst. Außerdem hat das Fundraising-Team Großspender angesprochen.

Ausschließlich protestantische Spender?
Grundsätzlich war das eine Spendenkampagne für alle Bürgerinnen und Bürger von Bad Laer, dementsprechend haben sich auch katholische Unternehmer beteiligt. Toll war, dass sich die katholische Kirchengemeinde mehrfach beteiligt hat und der Dreifaltigkeitsgemeinde den Erlös zur Verfügung gestellt hat. Das ist gelebte Ökumene! Zum Abschluss der Kampagne, als das Spendenziel erreicht war, haben pfiffige Frauen der Gemeinde aus der Lkw-Plane des Spendenbarometers noch modische Taschen genäht – auch für den guten Zweck.

In Bad Rothenfelde haben Sie das Projekt „Jedem Kind eine warme Mahlzeit“ begleitet.
Ja, da ging es darum, dass jedem Kind im ev. Kindergarten eine warme Mahlzeit ermöglicht werden sollte, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Bisher hatte der Kindergarten die Mittel dafür irgendwie aufgetrieben – jetzt war nichts mehr da. Wir haben also eine Kampagne gemacht, die unter anderem Armut in Bad Rothenfelde thematisierte! Beim Gottesdienst zum Start der Kampagne wurde die Kollekte etwas abgeändert: Die Sammlung wurde von Kindergärtnerinnen mit Kindern vorgenommen, die Kollekte wurde im Gottesdienst ausgezählt und das Ergebnis auf einem Zettel der Pastorin, Frau Jacobskötter, mitgeteilt. Die zog überrascht die Augenbrauen hoch, denn da stand eine höhere Summe als üblich.

Die wie hoch war?
Etwas über 800 Euro. Die Pastorin hat dann die Summe der Gemeinde vorgetragen und sich bedankt, und jetzt dürfen Sie raten, was die Gemeinde gemacht hat.

Applaudiert.
Ja genau! Das sind die schönen Momente für einen Fundraiser. Man merkt daran, dass Fundraising sehr viel mit der Freude am Geben zu tun hat.

Wie wird man Fundraiser?
Indem man – wie in meinem Fall – eine Ausbildung als Fundraiser an der Fundraising-Akademie in Frankfurt macht. Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium, bei mir der Diplompädagogik.

Nach fünf Jahren gehen Sie jetzt als Fundraiser nach Münster, in die Diaspora.
Absolut, Münster und vor allem das Münsterland sind sehr katholisch geprägt. Ich gehe in den Ev. Kirchenkreis Münster, der aber immerhin 105000 Mitglieder hat!

Warum wechseln Sie?
Ich bin Münsteraner, ich wohne in Münster und war hier sozusagen als Arbeitsmigrant aus NRW tätig. In Zukunft bin ich unter anderem zuständig für die Gemeinde, in der ich konfirmiert wurde. Das ist schon etwas Besonderes für mich!

Wird Ihre Stelle im Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte wieder besetzt?
Ja, zeitnah.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

Verabschiedung von Fundraiser Gustav Kriener

September 2014

Am Sonntag, 7. September 2014 wurde Gustav Kriener als Fundraiser des Kirchenkreises Melle-Georgsmariehütte im Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche Bad Laer feierlich verabschiedet.

Herr Kriener beginnt zum 1. Oktober 2014 eine neue Arbeitsstelle in Münster. Seit April 2009 war er zunächst im Kirchenkreis Georgsmarienhütte und dann im neuen Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte als Fundraiser tätig.

Mit der Einrichtung einer Fundraisingstelle beschritt der ehemalige Kirchenkreis Georgsmarienhütte mit seiner Superintendentin Doris Schmidtke neue Wege. Weggefährten aus den einzelnen Kirchengemeinden und dem Kirchenamt sowie der Kirchenkreisvorstand und Fundraisingausschuss des Kirchenkreistages waren gekommen, um Herrn Kriener mit Dank im Gottesdienst zu verabschieden.

Die jetzige Diakoniepastorin Doris Schmidtke regte in ihrer Predigt zum Nachdenken über den Grund des Fundraising an.

Der Erfolg der Arbeit zeigte sich in vielen Aktionen in den Gemeinden bis hin zur Verleihung des diesjährigen Fundraisingpreises an die Aktion in der Kirchengemeinde Bad Laer-Glandorf. Dank dafür sprach im Namen des Kirchenkreisvorstandes und Fundraisingausschusses des Kirchenkreistages Frau Jutta Olbricht aus.

Diese konnte sich am Ende des Gottesdienstes als Mitglied im Kuratorium der Diakoniestiftung auch für eine Kollekte in Höhe von 440,71 € bedanken, gemeinsam mit dem Bonifizierungszuschuss der Landeskirche kommen der Stiftung somit ca. 600,00 € zugute.

Erfolgreiche Ausstellungseröffnung „Wir sind Familie“ in der Sparkasse Melle

September 2014

Melle. Die evangelische Kirche feiert in der ersten Septemberhälfte die „Woche der Diakonie 2014“. Im Fokus steht in diesem Jahr die Familie in all ihren unterschiedlichen Formen und Zusammensetzungen. Dem Thema entsprechend wurde am Donnerstagabend in der Kreissparkasse die Fotoausstellung „Wir sind Familie im Osnabrücker Land“ eröffnet.

Sie zeigt sich facettenreich und bunt, individuell und unverblümt: die Familie. Auf zahlreichen großformatigen Bildern erblickt man derzeit in der Kundenhalle der Kreissparkasse Melle das Bild von Familie.

Und man entdeckt auch, dass es für den Begriff „Familie“ keine einheitliche Definition gibt. Denn schon längst sind die vielen unterschiedlichen Familienformen über die klassische Variante von Mutter, Vater, Kind hinausgewachsen. Doris Schmidtke, Diakoniepastorin im Osnabrücker Land und Initiatorin der Fotoaktion, ergänzte in diesem Zusammenhang: „Familie, das sind natürlich auch die sogenannten Patchwork-Familien, die neu entstehen. Ebenso die erwachsenen Kinder, die mit den pflegebedürftigen Eltern zusammenwohnen.“ Die Variationen, in denen sich das Familienbild heute zeigt, sind vielfältig und breit gefächert, betonte die Diakoniepastorin.

Genauso individuell zeigen sich die Familien auf den Bildern der Ausstellung. In Schwarz-Weiß hält ein Rocker am Rande des Wacken-Festivals ein Baby auf dem Arm.

Aufgereiht wie die Orgelpfeifen steht eine andere Familie vor dem heimischen Hoftor, inklusive der Familienkatze auf dem Arm.

Ein weiteres Foto begeistert mit einer ungewohnten Perspektive: Auf dem Boden liegend erblickt man drei lockige Köpfe, die roten Haare in einem gemeinsamen Mittelpunkt verschmelzend.

Was alle Bilder gemeinsam haben? Sie zeigen, wie die abgelichteten Menschen als Familie leben, geben einen Einblick in das, was individuell für sie zählt. In seinem Grußwort betonte der Superintendent des Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte, Wolfgang Loos: „Ich bin mir sicher, die Bilder werden viele persönlich inspirieren. Sie haben durchgehend einen positiven, lebensbejahenden Ausdruck.“ Er selbst zeigte sich begeistert von den verschiedenen „gezeigten Bildern von Familie“ und ergänzte: „Gott ist ein Familientyp.“ Klare Worte, die zeigen: Die Nähe zueinander und die Liebe füreinander sind an keinen starren Rahmen gebunden.

Quelle: www.noz.de

Konferenz der Diakonie unterstützt Gehörlosen-Seelsorge

Juli 2014

Gehörlose Menschen werden in der Gesellschaft kaum wahrgenommen, ebenso wenig  in den Kirchengemeinden. Es fehlt an Fürsprechern, die Gehörlose stärker ins Blickfeld rücken, so Bernd Klein, Gehörlosen-Seelsorger in der evangelischen Landeskirche Hannovers. Die diakonischen Einrichtungen in Osnabrück Stadt und -Land wollen sein Anliegen unterstützen und an der Inklusion von Menschen mit Gehöreinschränkungen mitwirken.

Seit einigen Monaten ist Pastor Bernd Klein Ansprechpartner für gehörlose Menschen oder Hörbehinderte in den evangelischen Gemeinden im westlichen Niedersachsen. Er stellte sich den Mitgliedern der Konferenz  der Diakonie vor, die rund 40 diakonische Einrichtungen vertreten.

Rund 6.000 Menschen mit dieser Einschränkung leben in den Gemeinde der hannoverschen Landeskirche. Leider werden sie kaum mit ihrem Handicap wahrgenommen. Die Teilhabe am gesellschaftlichen und kirchlichen Leben stößt häufig an Grenzen. „Wenn ein Gehörloser einen kirchlichen Raum verlässt, dann geht er in der Regel frustriert, weil er nicht wahrgenommen wurde“, sagt Bernd Klein. Das heißt: der Gehörlosen Seelsorger wünscht sich mehr Gottesdienste und Veranstaltungen in Gebärdensprache. Die körperliche Einschränkung sollte niemanden vom Gemeindeleben ausschließen, so Klein. Die regionale Gemeinde der Gehörlosen Seelsorge der Landeskirche. Gottesdienste trifft sich in der Paulus Kirche Osnabrück. Bernd Klein begleitet kirchliche Feste für Gehörlose bei Bedarf in jeder anderen Gemeinde.

Die Vertreter der diakonischen Einrichtungen möchten die Arbeit der Gehörlosen Seelsorge unterstützen und eine stärke Einbindung beeinträchtiger Menschen in die Kirchengemeinden fördern. „Wir müssen die Inklusion auch bei den Menschen, deren Behinderung nicht sichtbar ist, aber  ausgrenzt, ernst nehmen“, so Doris Schmidtke, Vorsitzende der Konferenz der Diakonie.

Kontakte über www.gl-kirche.de

Mit Beharrlichkeit zur Gleichberechtigung

Juli 2014

Vor 50 Jahren erntete Elisabeth Schneemelcher die Früchte ihrer Beharrlichkeit. Die engagierte Vikarin  durfte sich Pastorin der evangelischen Kirchengemeinde Bad Rothenfelde nennen. Gleichwohl blieb ihr und ihren Kolleginnen die praktizierte Gleichberechtigung im theologischen Amt noch lange vorenthalten. Jetzt trafen sich rund 30 Pastorinnen in der Solegemeinde, um das vor 50 Jahren in Kraft getretene Pastorinnengesetz zu feiern.

Für die gesetzlich festgelegte Gleichberechtigung im Pastorenamt, die vor 50 Jahren in der Ev.- luth. Landeskirche Hannovers mit dem Pastorinnengesetz in Kraft trat, hatten die damaligen Theologinnen lange kämpfen müssen. Auch heute sind längst nicht alle Vorbehalte ausgeräumt. Deshalb wollen die Pastorinnen in den Kirchenkreisen Melle-Georgsmarienhütte und Bramsche die praktizierte Gleichstellung intensiv im Auge behalten. Initiatorin für die Jubiläumsveranstaltung zum 50. Jahrestag der Frauenordination war Diakoniepastorin Doris Schmidtke, die mit Pastorinnen aus den drei Kirchenkreisen die Veranstaltung vorbereitet hatte.

„Ordination –Krone des Lebens?“ – unter dieser Überschrift standen Festgottesdienst und das anschließende Frauenmahl. Während ihrer Predigt interpretierte Johanna Schröder, Vorsitzende des Konventes Evangelischer Theologinnen in der Landeskirche Hannovers, ein Bild der Georgsmarienhütter Künstlerin Angelika Litzkendorf.

Rot, die vorherrschende Farbe des Bildes, sei die Farbe der Antependien zur Ordination, die weiße Mitte deutete sie als Auge Gottes und das verbindende Element sei die Krone, eine Krone, die in Offenheit zu Gott getragen werde, so Johanna Schröder. Allerdings haben viele Theologinnen die Krone der Ordination nach häufigem Stolpern wieder aufrichten müssen. Bei allen Schwierigkeiten in der Männerdomäne Theologie haben sich Frauen berufen gefühlt, am Gottes Reich mitzuwirken, so Johanna Schröder.

Im Festgottesdienst wurde an das Leben und Wirken der ersten Pastorinnen im Kirchenkreis Georgsmarienhütte, Elisabeth Schneemelcher, und im Kirchenkreis Bramsche, Ursula Heintke, erinnert. Sie waren hochgeschätzte Theologinnen und „warteten bis 1964 beharrlich darauf, sich  Pastorin nennen zu dürfen“, so die Bad Rothenfelder Pastorin Gesine Jacobskötter. Gedacht wurde auch der ersten Landessuperintendentin der Landeskirche und des Sprengel Osnabrück, Doris Janssen-Reschke. Sie war streitbare Pastorin mit deutlichen Positionen, eine Frau mit Ecken und Kanten, erinnerte Doris Schmidtke. Doris Janssen-Reschke ermutigte Frauen zu leitenden Aufgaben in kirchlichem Haupt- und Ehrenamt.

Noch heute stoßen Pastorinnen an Grenzen, wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht, oder eher „die starke männliche Hand“ zur Gemeindeleitung gewünscht wird – so weitere Beiträge des Festgottesdienstes.

Die Pastorinnen beendeten das Jubiläum des Pastorinnengesetzes mit einem festlichen Frauenmahl, Musik und Tischreden.

Diakonie startet Fotoaktion: Das ist meine Familie

Und so geht das Mitmachen: Die Fotos werden über die Aktionswebsite hochgeladen. Ein Klick auf www.wir-sind-familie-os.de und man ist richtig. Hier ist beschrieben, wie man leicht und mit geringem Zeitaufwand sein Bild von Familien teilnehmen lässt. Der Weg zur Familienvielfalt kann natürlich auch über Tablet-PC oder Smartphone erfolgen. Die Fotokampagne „Wir sind Familie im Osnabrücker Land“ ist auch auf Facebook unter www.facebook.com/
wirsindfamilieimosnabrueckerland
vertreten. 
 

Familien gibt es viele, welche mit vielen Kindern und ohne, Single-Familien oder mit mehreren Generationen, gleichgeschlechtliche Partnerschaften oder Freundeskreise, Familien, die sich eine Wohnung teilen, und Familien, die weit zerstreut leben. Alle Familien sind etwas Besonderes und alle haben Gemeinsamkeiten: sie gehören mit all ihrer Verschiedenheit zusammen und sie leben in gegenseitiger Fürsorge. Die Konferenz der Diakonie in Stadt- und Landkreis Osnabrück möchte jetzt viele Bilder von Familie. Die Fotoaktion „Wir sind Familie im Osnabrücker Land“ ging an den Start.

Jeder und jede ist eingeladen, das persönliche und liebste Bild von der Familie zu zeigen. Da es von Familie viele Strukturen gibt, freut sich Doris Schmidtke, Diakoniepastorin und Vorstandsvorsitzende der Konferenz der Diakonie, auch auf viele Bilder, besonders auf die, die Unterschiede aufzeigen. Bei diesem Anliegen ziehen die Leiter der Fachdienste für Jugend und Familien im Landkreis Osnabrück, Otto Steinkamp, und der Stadt Osnabrück, Helmut Tolsdorf, mit, ebenso Osnabrücker Superintendent Friedemann Pannen und Gerhard Töller, Geschäftsführer des Diakoniewerkes Osnabrück.

Den Partnern in Sachen Familie geht es dabei um mehr als um Fotos. „Wir möchten der Familie mehr Raum geben“, so Doris Schmidtke, sprich: auch die familiären Belastungen aufzeigen und Familie insgesamt aufwerten. Perfektes Medium um diese Vielfalt zu zeigen, ist das Internet.

Einsendeschluss ist der 30. Juli.

Eine Jury wird ca. 25 Fotos auswählen, die dann Exponate einer Wanderausstellung durch alle Kirchenkreise werden. Bei den Fotoeinsendungen kommt es weder auf fotografische Leistung noch auf die „perfekte“ Familie an, stattdessen sind Vielfalt und Kreativität gefragt.

Dr. Birgit Klostermeier wird Landessuperintendentin im Sprengel Osnabrück

Juni 2014

Der Kirchensenat der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers hat Dr. Birgit Klostermeier zur Landessuperintendentin im Sprengel Osnabrück gewählt. Klostermeier wird ihr Amt zu Jahresbeginn 2015 antreten und in einem Gottesdienst durch Landesbischof Ralf Meister eingeführt werden. Sie folgt in dem Amt auf Dr. Burghard Krause, der am 12. Juli 2014 in den Ruhestand verabschiedet wird.

Klostermeier ist derzeit Superintendentin im Kirchenkreis Berlin-Schöneberg in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Sie war Pastorin in Wunstorf und Studienleiterin am Pastoralkolleg der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Von 2002 bis 2007 leitete sie die berufsübergreifende „Fortbildung in den ersten Amtsjahren“ (FEA) der Landeskirche Hannovers.

Klostermeier war Wissenschaftliche Referentin am Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD. Sie ist ausgebildet in systemischer Organisationsberatung und hat ein Magisterstudium mit dem Hauptfach Soziologie abgeschlossen. Mit ihrer Dissertation „Das unternehmerische Selbst der Kirche. Eine Diskursanalyse“ wurde sie 2010 am Lehrstuhl für Praktische Theologie in Basel promoviert. 2012 erhielt Klostermeier für die Dissertation den Klaus-von Bismarck-Preis der Stiftung Sozialer Protestantismus. Sie ist Dozentin für Soziologie und Religionsforschung an der Evangelischen Hochschule Berlin.Gemäß der Kirchenverfassung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers wird eine Landessuperintendentin vom Kirchensenat auf zehn Jahre gewählt.

Der Wahl geht eine Erörterung mit Kirchenleitenden des Sprengels voraus. Die Wahl bedarf der Zustimmung des Landesbischofs und der Mehrheit der Mitglieder der Landessynode aus dem Sprengel. Mit dem Amt einer Landessuperintendentin ist das Recht zur Ordination von Pastorinnen und Pastoren, zur Einweihung von Kirchen und Kapellen und zur Visitation verbunden. Gemeinsam mit dem Landesbischof bilden die Landessuperintendenten den Bischofsrat.

Energieschub für Kirchenvorsteher

April 2014

Rund 100 Ehrenamtliche nutzten das Angebot – Ein Dankeschön und ein Motivationsschub, das war der Kirchenvorsteherabend, der am 14.3.2014 im Haus der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück stattfand. Unter dem Motto „Energie für heute und morgen – Power-Bar für die Kirchenvorstände“ konnten sich die Teilnehmer bei einem von vier verschiedenen Workshops Schwung und Anregungen für ihre ehrenamtliche Arbeit holen.

Rund 100 Kirchenvorsteher hatten die Chance zum Energietanken genutzt und nahmen am Kirchenvorsteherabend in Osnabrück teil. „Wir möchten den Kirchenvorständen, die mit Energie und Leidenschaft ehrenamtlich arbeiten, den Rücken stärken und ihnen mit diesem Tag auch unsere Wertschätzung für ihre Arbeit zeigen“, erklärte die Diakonin und Freiwilligenmanagerin Cornelia Poscher, die die Veranstaltung mit organisiert hatte. Für sie symbolisierte das Treffen eine Tankstelle für die Ehrenamtlichen. Und offensichtlich war es eine, die anzufahren sich lohnte. Denn ursprünglich hatte das siebenköpfige Organisationsteam auf 50 Teilnehmer gehofft, rund doppelt so viele waren gekommen.

Die "Handout Cocktails" aus den verschiedenen Workshops gibt es auch zum Download:

Ein Mahl inklusiv geistiger Speise

März 2014

Wenn Frauen sich treffen, wird viel erzählt und gelacht, gern angenommen werden auch Schlemmereien, ebenso gern eine emotionale Stärkung und die Motivation für den eigenen Weg. Beim ersten Osnabrücker Frauenmahl in der St. Katharinen Kirche ging es um diese Wege, und die führten vielfach in die Inklusion. Mittelpunkt war die Vielseitigkeit in Gesellschaft und Kirche, kulinarische Beilage war das 4-Gänge-Menü „all inclusiv“.

An diesem Abend fanden Premieren statt: die St. Katharinen Kirche verwandelte sich in ein Sterne Restaurant. An festlich gedeckten Tischen nahmen 160 Frauen Platz, sie hatten Appetit auf das Mahl und neue Eindrücke. Premiere hatte auch ein Team von Ehrenamtlichen. Hand in Hand ging ihre Arbeit von Tisch zu Tisch, so perfekt als wären Profis am Werk. 16 Studentinnen aus Hochschule und Universität servierten unter der Leitung von Diakoniewerk- Hauswirtschaftsleiterin Ute Kawan. Das Kochteam der evangelischen Südstadt-Gemeinde unter der Leitung von Dirk Hartung brachte die Köstlichkeiten auf die Teller. Die evangelische Jugend Wallenhorst wusch ab, zusammengefasst: die 160 Gäste beim ersten Osnabrücker Frauenmahl des Kirchenkreisverbandes Osnabrück-Stadt und –Land, in Zusammenarbeit mit lutherischen und reformierten Gemeinden, waren kulinarisch bestens aufgehoben.

Nun zur geistlichen Speise: die servierten Diakoniepastorin Doris Schmidtke und Andrea Kruckemeyer, Pastorin in St. Katharinen, die Hauptgänge die Referentinnen Elisabeth Kästner, Einrichtungsleiterin Hauswirtschaft im Katharina  von Bora Haus, und Heike Fischer, Polizeipräsidentin a.D.

Elisabeth Kästner berichtete vom typischen Frauenleben der  Katharina von Bora. Diese bewältigte die vielfältigen Aufgaben in Haus und Hof der Luthers und fand trotzdem ihren Weg zur Mitgestaltung und Selbstbestimmung. Mit gleichen Vorzeichen leben Frauen heute.  „Als Frau stehe ich meine Frau, gehe meinen Weg und das funktioniert“, versicherte Elisabeth Kästner.

Der persönliche Weg von Heike Fischer führte in die Spitze  der Polizeidirektion. Persönliche Wege, gerade in Richtung Chefetagen, seien gepflastert mit Fettnäpfchen und Stolpersteinen, die Sturzgefahr sei groß,  wie Heike Fischer aus eigener Erfahrung berichtete. „Es gehört zum Leben, dass man hinfällt, aber auch, dass man wieder aufsteht“, so die Referentin.

Zwischen den vier Gängen des Mahls war nicht alltägliche Musik inklusiv: von der Harfenistin Cerubima und dem FrauenLesbenchor Taktlos.

Der Wunsch des Vorbereitungsteams ging in Erfüllung, die Premieren gelangen: denn das erste Frauenmahl sprach Frauen aller Generationen an, unabhängig von Konfession, Behinderung, sozialer Herkunft oder sexueller Orientierung. Die Teilnahme war auch keine Sache des Preises: wer mehr bezahlen konnte, übernahm einen Teil der Karte einer anderen Frau.

50 Jahre Frauenordination in der Hannoverschen Landeskirche <br />34 Pastorinnen aktuell im Osnabrücker Land tätig

März 2014

Vor 50 Jahren, am 16. Februar 1964, trat in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers  das Pastorinnengesetz in Kraft. Drei Jahre lange hatte davor die Synode, das Kirchenparlament, über die Frauenordination gestritten. Von nun an konnten Theologinnen ordiniert werden – die volle Gleichstellung mit den Männern im Amt war aber immer noch nicht erreicht: Bevor Frauen ein Gemeindepfarramt übernehmen konnten, mussten sie sich fünf Jahre lang in einem Sonderpfarramt bewähren. Und auch dann konnten sie nur in eine Gemeinde gehen, in der es noch mindestens einen männlichen Kollegen gab. Mit der Eheschließung endete das Dienstverhältnis der Frauen automatisch. Erst 1978 kam die völlige Gleichstellung.

Im Osnabrücker Land war Vikarin Elisabeth Schneemelcher in Bad Rothenfelde, Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte, vermutlich die erste Frau, die mit geistlichen Aufgaben betraut wurde. Im November 1947 übernahm sie ihren Dienst – zunächst ohne Ordination. Im Kirchenkreis Bramsche übernahm 1972 als erste Pastorin Ursula Heintke die Pfarrstelle in Berge. Im Kirchenkreis Osnabrück dauerte es bis 1988, bis mit Marieta Blumenau in Haste eine Gemeindepfarrstelle von einer Frau übernommen wurde.

Heute sind im Kirchenkreis Bramsche 10 ordinierte Frauen und 21 ordinierte Männer tätig, im Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte 9 Frauen und 19 Männer und im Kirchenkreis Osnabrück 15 Frauen und 21 Männer.  Frauen im Talar sind inzwischen Normalität und prägen das evangelische Profil im ökumenischen Miteinander.

Der Vorsitzende des Kirchenkreisverbandsvorstandes Osnabrück-Stadt und –Land, Superintendent Wolfgang Loos aus Melle, hat alle Pastorinnen, die früher im Osnabrücker Land tätig waren und die heute hier arbeiten, zu einem Festgottesdienst mit anschließendem Beisammensein eingeladen: Die Pastorinnen treffen sich am Freitag, den 4. Juli 2014 in Bad Rothenfelde.

Am 1. und 2. November 2014 lädt die Landeskirche ein zu einer Tagung in der Akademie Loccum: „Pastorin gestern, heute und morgen“.

Diakonie-Vertreter für mehr Barrierefreiheit

März 2014

In diakonischen und kirchlichen Einrichtungen ist das Bemühen um  Inklusion eine Selbstverständlichkeit, schließlich gehört es zum christlichen Verständnis, niemanden auszuschließen. Denn jeder Mensch ist einzigartige Schöpfung, unabhängig von körperlicher, seelischer oder geistiger Einschränkung. Allerdings stoßen auch Diakonie und Kirche dabei häufig an Grenzen. Um ein barrierefreies Miteinander aller Menschen ging es bei der Sitzung der Konferenz der Diakonie in Stadt und Landkreis Osnabrück.

Die Inklusionsbeauftragte Birgit Jaeger versteht sich eher als „Prozessbegleiterin“ und ihre Kollegin der Ev.- Luth. Landeskirche Hannovers, Sabine Hettinger, möchte „Impulsgeberin“ sein. Mit anderen Worten: Die Inklusion ist kein Programm mit festen Vorgaben, sondern eine Entwicklung mit langfristiger Wirkung. „Eine einzelne Aktion in Diakonie oder Kirchengemeinde ist noch kein inklusiver Veränderungsprozess“, sagte die Inklusions-Beauftragte der Landeskirche. Sie möchte verschiedene Akteure zusammenbringen und ein „Netzwerk Inklusion“ aufbauen. Damit das gelingen kann, will  Hettinger Menschen für inklusive Projekte in Kommune, Kirche und Gesellschaft qualifizieren. Uneingeschränkte Wertschätzung und das  gleichberechtigte Miteinander in allen Lebensbereichen bedeute zuerst ein Umdenken, das mit Ängsten und Problemen behaftet sei, meinte die Beauftragte. Inklusive Kulturen schaffen, dann inklusive Strukturen etablieren und schließlich inklusive Praktiken verankern, so die Marschrichtung von Sabine Hettinger.

Birgit Jaeger, neue Inklusionsbeauftragte des Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte und Sprecherin des Arbeitskreises Inklusion im Sprengel, berichtete von der Vernetzung kirchlicher Inklusionsarbeit mit den Einrichtungen der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück. Unter anderem ist ein inklusiver Familientreff geplant und Ehrenamtliche beteiligen sich im südlichen Landkreis an einem Seminar für inklusives Miteinander.

„Inklusion ist dann erreicht, wenn niemand mehr darüber spricht,“ sagte Uwe Bergfeld, Leiter der Osnabrücker Werkstätten der HHO, und Diakoniepastorin Doris Schmidtke ergänzte: „Wenn die Inklusion umgesetzt ist, haben wir das Reich Gottes auf Erden.“

Bis es soweit ist, bleibt auch in den Kirchengemeinden und diakonischen Häusern etliches zu tun. „Kirche und Diakonie sind Arbeitgeber und müssen wirtschaftlich denken“, so einige Leiter diakonischer Einrichtungen. Auch eine generelle Abschaffung von Förderschulen wird in der Konferenz der Diakonie kritisch bewertet. Es komme auf den Einzelfall an, auch eine Förderschule könne inklusiv arbeiten, so die Vertreter von 40 diakonischen Einrichtungen in Stadt und Landkreis Osnabrück.

Bunte Vielfalt: Auf dem Weg zur Inklusion

Januar 2014

Gottesdienste und mehr im März 2014

Die Medien richten ihr Interesse beim Thema Inklusion vor allen Dingen auf die Schulen. Es geht aber um alle Bereiche des Zusammenlebens, um die Teilhabemöglichkeit aller Menschen an Politik und Kultur, an Sport und Reisen, am Arbeitsleben und eben auch an Gottesdiensten  und Gemeindeleben. Inklusion ist ein Rechtsgut, das nicht nur die Teilhabeansprüche behinderter Menschen, sondern aller benachteiligten Personengruppen  schützt. Insofern gehört auch das Frauenmahl – das Männer ausschließt – folgerichtig in die Veranstaltungsreihe. Frauen brauchen Raum und Zeit, um ihre Forderungen nach Teilhabe durchzusetzen.

Die Veranstaltungsreihe ist ein kleiner Schritt auf der Entdeckungsreise zur bunten Vielfalt: Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind ist einzigartig in den Stärken und in der Hilfebedürftigkeit. Jeder und jede ist Gottes geliebtes Kind und hat eine unverlierbare Würde.


Träger der Veranstaltungsreihe ist die Evangelische Kirche im Osnabrücker Land mit ihrer Diakonie.

Ansprechpartnerin:
Diakoniepastorin Doris Schmidtke.
Telefon 0541 - 9 81 19 69
doris.schmidtke@evlka.de


Mehr Informationen und alle Termine finden Sie in unseren aktuellen Flyer. PDF-Datei Downloaden.

Seminarangebot zum Thema Inklusion in Kirchengemeinden

Dezember 2013

Ein Angebot der Inklusionsbeauftragten Birgit Jaeger für Menschen, die Freude daran haben das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen in der Kirchengemeinde zu fördern und weiter zu entwickeln.

Herzensache Inklusion?!

Wir bieten:

  • eine Schulung für Interessierte Jugendliche und Erwachsene
  • um Menschen mit Behinderung besser verstehen zu lernen
  • um im Umgang mit Menschen mit Behinderung mehr Sicherheit zu gewinnen
  • um miteinander Ideen für inklusive Gemeindearbeit zu entwickeln

Unverbindliche Informationsveranstaltung:

am 1.2. 2014 von 10.00 bis 11.00 Uhr
im Wohnheim der HHO, Camminer Str.11, 49176 Hilter a.T.W.


Das kostenlose Seminar umfasst drei Samstagvormittage von 9.30 – 13.30 Uhr.
Termine:

22.2.2014 und 26.4.2014
im ev. Gemeindehaus Bad Laer
Martin-Luther-Str. 1
49196 Bad Laer

10.5.2014
im ev. Gemeindehaus Bad Rothenfelde
Münstersche Str. 10
49214 Bad Rothenfelde

(anschließend weitere Projektbegleitung möglich)


Info und Anmeldung bei:

Diakonin Birgit Jaeger,
Inklusionsbeauftragte des Kirchenkreises Melle –Georgsmarienhütte
Tel: 0541 - 94 04 98 43
birgit.jaeger@evlka.de

Wir führen diese Veranstaltung in Kooperation mit der Ev. Erwachsenenbildung Niedersachsen und in pädagogischer Verantwortung durch.

Kein Grund zum Stottern – Gemeinde buchstabiert Diakonie

November 2013

Bunt und vielfältig zeigt sich die Diakonie in den Gemeinden des Osnabrücker Landes. In einem Workshop am Tag des Ehrenamtes am 2. November 2013 in Melle trugen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Assoziationen zu den Buchstaben D-I-A-K-O-N-I-E zusammen.

Aufmerksam sein, Augen und Ohren offen halten, Interesse am Mitmenschen haben – dann sieht man, wo Hilfe nötig ist. Kinder, Kranke, Einsame warten auf Zuwendung und freuen sich über Besuche. Durchhaltevermögen brauchen Ehrenamtliche und die Unterstützung durch Profis in den Einrichtungen – dann kann jeder und jede zu einem echten Nächsten werden wie der barmherzige Samariter, von dem Jesus erzählte.

 

Neue Diakoniestiftung Osnabrücker Land feiert Gründungsgottesdienst

Oktober 2013

Der Stiftungsgottesdienst der neuen, selbstständigen Diakoniestiftung Osnabrücker Land wurde am Sonntag in Holte gefeiert. Die neue Stiftung ist aus den beiden unselbstständigen Diakoniestiftungen Georgsmarienhütte und Melle hervorgegangen und verfügt über ein Startkapital von 444 000 Euro.

Im feierlichen Stiftungsgottesdienst  wählte Doris Schmidtke,  Diakoniepastorin des Kirchenkreisverbandes  Osnabrück  Stadt und Land, als roten Faden  für ihre Predigt das Gleichnis  des barmherzigen Samariters.  Doch statt des von Räubern  ausgeplünderten Mannes  kümmerte sich der Samariter  in ihrer Predigt um eine alte,  pflegebedürftige Frau und kam  aus Nächstenliebe für deren  Aufenthalt in einem Hotel auf.  „Ich lade Sie herzlich ein, füllen  Sie den Geldbeutel des Samariters  für weitere Dienste der  Nächstenliebe“, so Schmidtke  vor der Kollekte zugunsten der  Aus- und Weiterbildungsarbeit  der Diakonie.

Der Kompelette Artikel erschien in der Evangelische Zeitung, Ausgabe 40 N.
Sie können diesen aber auch als PDF-Datei Downloaden.

Gänsehaut pur bei der Gospelnight

September 2013

Osnabrück. Ein Wochenende lang haben rund 650 Sänger von 20 Chören in Osnabrück beim 8. Norddeutschen Gospelchortreffen gemeinsam gesungen und in Workshops zusammen gearbeitet. Zum Abschluss am Sonntag traten einige Chöre in verschiedenen Gottesdiensten in  Stadt und Landkreis Osnabrück auf. Höhepunkt der Veranstaltung war jedoch am Samstagabend die Gospelnight.

„Es war alles dabei: Traditioneller Gospel, deutsche Kompositionen, Modern Gospel, leise langsame aber auch laute und schnelle Stücke mit großer Band“, fasste Michael Keding die Gospelnight zusammen. Er war gemeinsam mit seiner Frau Ulrike als Organisatorin und einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin für das Konzept des Gospeltreffens verantwortlich. Und dieses ging am Wochenende offensichtlich auf: Die Sänger zeigten sich von den Workshops, den Begegnungen mit anderen Sängern und dem gemeinsamen Singen begeistert, während die Zuschauer der Gospelnight das abwechslungsreiche Programm des Abends genossen.

Jeder an dem Treffen teilnehmende Chor sang bei diesem Konzertabend zwei Stücke. Und weil es krankheitsbedingt auch Ausfälle gab, hatte sich im Laufe des Samstags spontan im Workshop „Lateinamerikanischer Gospel“ ein Projektchor gebildet. Dieser sprang abends ein und präsentierte ebenfalls ein Lied. Höhepunkt war der „Massenchor“: Am Ende des Konzertabends sangen alle rund 650 Teilnehmer gemeinsam mit Ariwodod drei Stücke.

„Das ist wirklich ein schönes Erlebnis“, erklärte Sinah Spanuth. Sie hatte zwei Karten bei OS1tv gewonnen und war mit ihrer Freundin Kathi Timpe zum Konzert gekommen. Timpe hatten bis zur Pause besonders gut die „Glad(E)makters“ mit dem deutschen Gospel „Mögen Wolken dich wiegen“ gefallen, während Spanuth den Chor „Body & Soul“ favorisierte. Zu diesem Zeitpunkt freute sich Iris Brosch noch auf das Stück „Happy Day“. Sie war mit ihrer Freundin Ulrike Bleckmann zur Gospelnight gekommen. Und diese erklärte direkt nach dem Konzert: „Das Finale war super, ich fand das am besten.“

Auch Ady Ariwodod, der als „special Guest“ und Solist im Konzert aufgetreten war, war von dem Abend begeistert: „Insgesamt war es sehr schön, und dieses gemeinsame Singen war etwas besonderes.“ Ihn hatte davon abgesehen der Song „Happy Day“ des Chors „Gospel Unlimidet“ mit seiner Solistin stark beeindruckt. Der Baptistensohn und professionelle Gospelsänger war sehr froh, am Gospeltreffen teilgenommen zu haben: „Es war wirklich wunderschön.“ Er selbst lernte das Singen als Kind im Gottesdienst von seinen Eltern. Damals erklärte seine Mutter ihm, was der  Gospelgesang für sie bedeutet: „Ich drücke mein Herz zu Gott aus.“ Und genau darum geht es Ariwodod heute auch, wie er Samstag berichtete.

Auch Keding zog ein positives Resümee. Was ihn besonders freute: „Alle Workshops waren gut besucht, und es wurde überall gesungen.“ Denn das gemeinsame Singen und genügend Zeit für Begegnungen lagen den Organisatoren des Gospeltreffens besonders am Herzen. Kedings persönliche Höhepunkt war auch der „Massenchor „Diese Energie, die man als Dirigent fordert, bekommt man zigfach zurück, das ist ein grandioses Gefühl“, so der ausgebildete Kirchenmusiker. Und Dorothee Steinkamp vom Gospel Chor Shine fand: „Das war etwas besonderes, auch weil Micha Keding eine ganz besondere Art hat, seine Sänger anzusprechen.“ Obwohl wirkliche eine „Masse“ gesungen hätte, sei „rübergekommen, dass der einzelne wichtig ist“. Martin Bensmann, von den Jacobs´s Gospel Singers brachte auf den Punkt, was wohl auch der ohrenbetäubende Applaus der Zuschauer am Konzertende ausdrückte: „Das ist Gänsehaut pur.“

Text und Bilder von Claudia Sarrazin

Birgit Jaeger ist neue Inklusionsbeauftragte

August 2013

„Ich wünsche mir eine Regenbogenkirche“, sagt Birgit Jaeger. Die Diakonin meint damit die Gemeinschaft vieler, unterschiedlicher Menschen mit und ohne Behinderung, die in den Gemeinden, Kirchen und Einrichtungen der Behindertenhilfe verbunden sind. Birgit Jaeger ist neue Inklusionsbeauftragte im evangelisch-lutherischen Kirchenkreisverband  Osnabrück -Stadt und -Land. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt in den 21 Gemeinden des Kirchenkreises Melle-Georgmarienhütte und in den Einrichtungen der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück.

Nach über einem Jahr Vakanz ist die Stelle zur Koordinierung der kirchlichen Arbeit für Menschen mit und ohne Behinderung neu besetzt. Die inklusive Arbeit muss wieder intensiviert werden, versichern Diakoniepastorin Doris Schmidtke und Wolfgang Loos, Superintendent des Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte, denn das gleichberechtigte Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung sei die Basis christlichen Handelns. Anfang August übernahm Diakonin Birgit Jaeger die Aufgabe der Inklusionsbeauftragten des Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte

21 Jahre lang arbeitete die Diakonin für Familien  in der evangelischen Kirchengemeinde Belm. Mit der Arbeit als Inklusionsbeauftragte habe sie ihren bevorzugten Themenbereich gefunden, so die 48-Jährige. Sie möchte im barrierefreien Miteinander viele Impulse in Gemeinden und Behinderteneinrichtungen setzen und darüber hinaus Ansprechpartnerin für Eltern mit behinderten Kindern sein. Birgit Jaeger nennt für die inklusive Arbeit in den Kirchengemeinden diese Themen: inklusive Familienfreizeiten – in den Herbstferien ist bereits die erste geplant -, Gottesdienste, die von allen und mit allen Sinnen erlebbar sind, Veranstaltungen, die Verbindungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung schaffen, inklusiver Konfirmandenunterricht, damit auch Kindern mit Behinderung kirchliches Leben offen steht.

Die Diakonin wird ihren Arbeitsplatz auch in den Einrichtungen der Behindertenhilfe haben, sie wird die Andachtsarbeit in den Osnabrücker Werkstätten für Menschen mit Behinderung koordinieren, die Menschen aus Wohnheimen der Behindertenhilfe in das kirchliche Leben integrieren und insgesamt Menschen mit und ohne Behinderung in den Kirchengemeinden zusammenführen. „Ich möchte daran arbeiten, dass sich die Einrichtungen der Behindertenhilfe weiter öffnen“, so Birgit Jaeger, „wenn Menschen ihre unterschiedlichen Gaben und Fähigkeiten einbringen, wird die Inklusion gelingen“.

Die halbe Stelle wird finanziert vom Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte und der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück.

Das Büro der Inklusionsbeauftragten ist in Osnabrück,
Turmstraße 23
Tel. 0541/94049-843
E-Mail: birgit.jaeger@evlka.de

Text und Foto: Bärbel Recker-Preuin

Neuer Schwung für die DiakonieStiftung – Stiftungsgottesdienst in Holte am 22. September 2013

August 2013

Die selbständige DiakonieStiftung Osnabrücker Land ist am 2. Juli 2013 vom Kirchenkreisvorstand Melle-Georgsmarienhütte mit einem Startkapital von 444.000 Euro gegründet worden. Die Stiftung unterliegt der landeskirchlichen Stiftungsaufsicht.

Das Kuratorium der Stiftung kam am 2. August 2013 in der Superintendentur in Melle zur konstituierenden Sitzung zusammen. Dem Gremium gehören an  Heidrun Bowenkamp, Kreissparkasse Melle, Heiko Grube, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes in Stadt und Landkreis Osnabrück, Günter Harmeyer, Bürgermeister von Bad Essen, Superintendent Wolfgang Loos, Vorsitzender des Kirchenkreisverbandes Osnabrück-Stadt und Land, Jutta Olbricht, Kirchenkreisvorstand Melle-Georgsmarienhütte,  Doris Schmidtke, Diakoniepastorin des Kirchenkreisverbandes Osnabrück-Stadt und -Land, und Matthias Selle, Kreisrat des Landkreises Osnabrück. Zum Vorsitzenden wurde Heiko Grube gewählt, zur stellvertretenden Vorsitzenden Jutta Olbricht. Beide bringen langjährige Erfahrungen aus dem Stiftungswesen und dem Fundraising mit.

Die Kuratoriumsmitglieder werden in einem Gottesdienst in Holte am Sonntag, den 22. September 2013 um 9.30 Uhr eingeführt. Die Predigt hält Diakoniepastorin Doris Schmidtke. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es einen Empfang. Die Kollekte ist selbstverständlich für die DiakonieStiftung bestimmt; damit soll die Besuchsdienstarbeit gefördert werden.

Im Gottesdienst verabschiedet werden die Beirats- und Kuratoriumsmitglieder der beiden unselbständigen Diakoniestiftungen Georgsmarienhütte und Melle, aus der die neue Stiftung hervorgegangen ist. Die neue Stiftung beschränkt ihr Tätigkeitsfeld nicht auf den Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte, sondern will im gesamten Osnabrücker Raum einerseits Menschen motivieren, langfristig Gutes zu tun und andrerseits diakonische Projekt unterstützen.

Text: Doris Schmidtke

Doris Schmidtke als Diakoniepastorin eingeführt

Juni 2013

Doris Schmidtke sei eine Gestalterin und Impulsgeberin, sagte Gerhard Töller, Geschäftsführer des Diakoniewerkes Osnabrück. Sie ist eine Führungspersönlichkeit und begeisterte Pastorin, ergänzte Wolfgang Loos, Superintendent des Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte und sein Amtskollege aus Osnabrück, Friedemann Pannen, bezeichnete Doris Schmidtke als Streiterin für die Gerechtigkeit und den Nächsten. Kurz: Doris Schmidtke ist das Gesicht der Diakonie. Als Diakoniepastorin wurde sie jetzt in ihr Amt eingeführt.

Doris Schmidtke hat viele Ämter und Aufgaben, bei den meisten dreht es sich um die Diakonie. Diesem Anliegen kann sie sich jetzt verstärkt als Diakoniepastorin widmen. Als Seelsorgerin und Koordinatorin liegt ihr weites Aufgabenfeld im Kirchenkreisverband Osnabrück-Stadt und -Land, den Diakonieausschüssen der Kirchenkreise, in den Gemeinden und in allen diakonischen Einrichtungen.  Mit der Stelle als Diakoniepastorin – finanziert von der Landeskirche - werde Neuland in der evangelischen Kirche in der Region Osnabrück betreten,  sagte Friedemann Pannen. Dass mit Doris Schmidtke Diakonie- und Leitungskompetenzen in Osnabrück und Umgebung erhalten bleiben, freute den Superintendenten besonders.
 
Durch die Weitsicht, Verhandlungsgeschick und den persönlichen Verzicht von Doris Schmidtke konnte auch die Neuordnung der evangelischen Kirche im Osnabrücker Land vorangetrieben werden. Vor gut 14 Jahren wurde die heute 60-Jährige Superintendentin des Kirchenkreises Georgsmarienhütte, sie leitete das Koordinationsgremium zur Neuordnung der Kirchenkreise und gab damit selbst ihre Arbeit als Superintendentin auf.

Ökonomie und Diakonie stehen in keinem Gegensatz, betonte Doris Schmidtke nach ihrer Amtseinführung. Sie zog damit das biblische Gleichnis von den törichten und den klugen Jungfrauen heran: Öl bring Licht in die Fackeln der klugen Jungfrauen, für die Diakonie heißt das:  ökonomisches Wirtschaften bedeutet auf lange Sicht Hilfe und Licht im Leben der Hilfesuchenden und Bedürftigen.

Glück- und Segenswünsche erhielt die Diakoniepastorin, die kürzlich auch Vorsitzende des Geschäftsführenden Vorstandes der Konferenz der Diakonie in Stadt und Land Osnabrück wurde, von Frank Hünefeld, stellvertretender Landrat, Ilse Landwehr, Präses der reformierten Kirche, Gerhard Töller, Konferenz der Diakonie, und Jörg Antoine, stellvertretender Diakoniedirektor der Landeskirche Hannovers, und vielen Weggefährten.
 
Das Zusammenspiel von Wirtschaftlichkeit und Diakonie, von Wettbewerbsfähigkeit und christlichem Handeln war auch das Thema von Jutta Wendland–Park, Vorsteherin der Rotenburger  Werke. Die Amtseinführung fand im Diakonie Alten- und Pflegeheim, Haus am Lechtenbrink, in Bissendorf-Jeggen statt.

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Frisch gewählter Vorstand stellt Vorhaben vor

April 2013

"Evangelisch im Osnabrücker Land" soll als Leitbegriff des neuen Kirchenkreisverbandes auch die Gläubigen in der Region noch stärker zusammenführen – „Ein Paradigmenwechsel in der Evangelischen Kirche“   Osnabrück. Die evangelisch-lutherischen Kirchenkreise Bramsche, Melle-Georgsmarienhütte und Osnabrück bilden seit Herbst 2011 den neuen Evangelisch-lutherischen Kirchenkreisverband Osnabrück-Stadt und -Land.

Seit dem 15. April 2013 hat dieser einen neuen Vorstand mit Superintendent Wolfgang Loos (Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte) als Verbandsvorsitzendem und Klaus Havliza (Kirchenkreis Osnabrück) als erstem Stellvertreter. Zweiter Stellvertreter ist Pastor Hermann Heinrich (Kirchenkreis Bramsche).

Der neue Kirchenkreisverband ermögliche es, die Einrichtungen und Kirchengemeinden enorm zu entlasten, so Loos. Die Verwaltung werde ihre Serviceorientierung deutlich verstärken und zum Markenzeichen machen. Der Verband sei bereits Rechtsträger der Verwaltung und alleiniger Gesellschafter des Diakonisches Werk in Stadt und Landkreis Osnabrück gemeinnützige GmbH.

"Wir wollen aber auch die Fundraising-Arbeit und das Freiwilligenmanagement zügig auf die Verbandsebene bekommen, weil wir überzeugt sind, dass die ehrenamtlich Mitarbeitenden ein großer Schatz in den Kirchengemeinden vor Ort und in den Kirchenkreisen sind", betont der Verbandsvorsitzende: "Sie zu vernetzen und zu qualifizieren, ist ein großes Ziel. Und Fundraising verstehen wir vornehmlich als Kommunikationsarbeit, die wir auf der Ebene des gesamten Verbandes verstärken wollen."

Auch die Neustrukturierung der Kindertagesstättenarbeit sei ein wichtiges Vorhaben, sagte Loos: "Wir wollen auf Verbandsebene zu vergleichbaren Regelungen kommen, damit die Kirchengemeinden verstärkt ihre Verantwortung auf die religionspädagogischen Ziele lenken können und vor allem auf die Themen der Bildung und eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden der Tagesstätten, sowie mit den Müttern und Vätern."   Intensiviert werden sollen laut Loos zudem die Jugendarbeit auf der Verbandsebene sowie die Partnerschaftsarbeit. Beide Bereiche werden in den drei Kirchenkreisen unterschiedlich, aber engagiert geführt. Es gelte aber: "Gemeinsam sind wir stärker".

Das Zusammenrücken der Kirchenkreise wird durch verschiedene konkrete Maßnahmen Schritt für Schritt vorangebracht. Entscheidend seien die Beratungen und Ergebnisse der Projektgruppen, "die zukunftsorientiert und kompetent die einzelnen Angebote der Evangelisch-lutherischen Kirche im Osnabrücker Land aufgestellt haben", so der Verbandsvorsitzende.

Es sei zudem in einem kreativen Prozess ein gemeinsames Logo gefunden und ein Internetauftritt auf den Weg gebracht worden (www.kirchenkreisverband.de).

Hinsichtlich der weiteren Perspektiven für den Kirchenkreisverband unterstreicht Loos: "Wenn wir bis 2020 eine Selbstverständlichkeit und ein Gefühl für die gemeinsamen Aufgaben erreicht haben, wird das ein großer Erfolg und ein Paradigmenwechsel in der Evangelischen Kirche sein." Unter dem Motto "Evangelisch im Osnabrücker Land" soll ein gemeinsames Bewusstsein wachsen, das auf Verständigung und Kommunikation über gesellschaftliche Verantwortung und Gestaltung der evangelischen Kirche abzielt. Außerdem gehe es darum, "dass sich unsere evangelische Kirche profiliert und zielstrebig in die gesellschaftlichen und ethischen Fragen einbringt, dabei mit der römisch-katholischen Kirche in versöhnter Verschiedenheit zusammenwirkt und in einer modernen Gesellschaft christliche Zeichen setzt." Weitere Informationen hier auf der Homepage. 

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